|
|
 | | From: | Wolfgang | | Subject: | _Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | Sun, 14 Nov 2004 10:33:45 +0100 |
|
|
 | Guten Tag, hier der F-T-A Letter, fast ungekürzt, damit den Bush-Anhängern etwa im halse hängen bleibt...... Ins Netz gestellt von: Wolfgang
http://ethik-portal.tk/
Moin moin allerseits,
1. Falludscha: Soldaten sind Mörder... 2. Arundhati Roy: Über vermeintlichen Friede, Terror und Krieg 3. Nahost: Radio "All For Peace" 4. Irak: Militanter Widerstand für Ausweitung der bewaffneten Kämpfe 5. Irak: Genfer Konvention nur zum Stiefel putzen 6. Aus "Venezuela Avanza" 7. Bundesdeutsche Medien und Abu Ghraib 8. Ultra-orthodoxer Rabbiner trauert um Arafat 9. Ergänzungen ~~~~~~~~~~~~ Ein andauerndes Massaker... ~~~~~~~~~~~~ Elsässer als SF-Autor: "Der Untergang" ~~~~~~~~~~~~ NL: Offener Brief aus Iso-Haft ~~~~~~~~~~~~ Motassadeq-Prozeß ~~~~~~~~~~~~ Mzoudi-Prozeß ~~~~~~~~~~~~ Folterprozeß gegen Daschner 10. Wem die Politiker-Zitate mitunter fehlen...
======================================================================
1. Falludscha: Soldaten sind Mörder...
....erst recht, wenn sie von Bush besoldet werden.
Ein GI hat sich von einem "eingebetteten" Journalisten mit der Kamera bei einem Kriegsverbrechen filmen lassen: er ermordete einen verwundeten Iraker (war es überhaupt ein Gegner?).
Der Journalist hat ihn nicht etwa dabei "ertappt", sondern wurde zum kaltblütig protokollierenden Komplizen. Wie anders ist seine Äußerung zu verstehen:
"An insurgent is eliminated. The sweep of Falluja can continue"
http://www.informationclearinghouse.info/video1043.htm
Das Video im direkten Zugriff, die Stelle beginnt et wabei115Min.
http://www.informationclearinghouse.info/video1/r35297_87992.rm (Fall nur Streifen erscheinen, einfach das Fenster etwas größer ziehen)
Es dürfte für die Angehörigen und Freunde des Mordopfers kein Trost sein, daß das rettende Krankenhaus vielleicht ausgerechnet das gewesen wäre, welches die US-Soldateska ein paar Tage zuvor bombardiert und zerstört hatte.
Wundert sich immer noch jemand, warum es im Irak sowohl gewaltfreien als auch militanten Widerstand gibt?
Wundern sollte man sich allenfalls darüber, daß es noch keine Iraker (oder Menschen anderer von den USA völkerrechtswidrig überfallener Staaten gibt), die die Auseinandersetzung - gewaltfrei oder militant - "im Herzen der Bestie" suchen.
Gezeigt wurde der Film im australischen Fernsehen:
I have just witnessed a murder on my TV screen. While watching Lateline on Australian ABC television there was a report from Fallujah. In the story they showed a marine saying, "I've just injured one, he's between the two buildings". At that moment another marine walks over to the gap between the two houses, he then climbs on a forty four gallon drum aims his gun at the injured Iraqi and fires one shot. The marine then climbs back down saying, "He's done". ....
http://mparent7777.blog-city.com/read/905415.htm
Mal schauen, ob und wann der Film deutsche Medien erreicht.
Allgemeiner zu Falludscha: die Allawi-"Regierung" hat die Schlacht um Falludscha am Sonnabend pro forma für beendet und gewonnen erklärt. Das hatten sie ihrem obersten Führer Bush, dem der Bundeskanzler uneingeschränkte Solidarität in Sachen "Krieg gegen den Terror" versprochen hatte, zugesagt.
Schlacht hat übrigens nicht nur vom Wortstamm her, sondern auch in der grausigen Realität etwas mit Abschlachten zu tun. Oder wie sollte man es nennen, wenn ein Kampf auf der einen Seite offiziell an die 20 Menschenleben kostet, auf der anderen jedoch wenigstens 1.000 bereits jetzt von den Siegern zugegebene tote *Aufständische* - sprich: Kämpfer* - gibt? Mit gemeinem Krieg hat dies nichts zu tun, mit Morden und Sengen hingegen sehr viel.
Spiegel 13.11.2004: "Irakische Regierung stoppt Offensive" http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,327811,00.html
Die US-Militärs bestätigen jedoch "das Ende" jedoch noch nicht. Sie haben ja auch erst 80% der Stadt, in welchem Zustand auch immer, zurückerobert.
STANDARD 14.11.2004 (APA/AP): "Offensive in Falluja doch noch nicht beendet" http://derstandard.at/?id=1857555
Und wie viele Zivilisten sind diesem kalt kalkulierten Morden zum Opfer gefallen? Und wie konnte es geschehen, daß nach anderer Quelle 2.000 Aufständische aus dem Belagerungsring von über 10.000 Soldaten entkommen sein sollen?
Wann werden wir die Wahrheit über Falludscha erfahren? Wann?
Die BRD hat die Pflicht, die auf ihrem Territorium befindlichen GIs zu internieren und jede weitere logistische Nutzung unseres Territoriums zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu unterbinden. Insbesondere bei US-Soldaten, die direkt im Irak eingesetzt waren, ist ihre direkte Verwicklung auch in individuelle Kriegsverbrechen zu untersuchen.
Zur Not mag man notwendige Planstellen schaffen. Für Höflinge jedweder Regierungen gibt es schließlich auch Planstellen en masse, wenn es sein muß.
Daß Pflicht und Tun (resp. Dulden à la Nehm) bei dieser Bundesregierung zwei Paar Schuhe sind, ist gewiß. Das darf solche Forderungen jedoch nicht ausschließen: Man bekommt einen alten Hund zwar nicht stubenrein, sollte ihn aber trotzdem immer wieder mit seiner Nase in sein Stoffwechselprodukt stupsen.
Inzwischen ist die Zahl der in die BRD in ein US-Lazarett verbrachten an dem mörderischen Treiben in Falludscha beteiligten US-Soldaten auf über 400 gestiegen, allein 73 kamen am Samstag.
STANDARD 14.11.2004 (APA): "Mehr als 400 in Falluja verletzte US-Soldaten in Deutschland" http://derstandard.at/?id=1857240
======================================================================
2. Arundhati Roy: Über vermeintlichen Friede, Terror und Krieg
Es ist verlogen, eine moralische Unterscheidung zwischen unsagbarer Brutalität des Terrorismus und dem wahllosen Gemetzel von Krieg und Okkupation zu machen. Wir können nicht das eine unterstützen und das andere verdammen...
...Die wirkliche Tragödie ist, daß die meisten Menschen in der Welt in der Falle zwischen dem Horror eines vermeintlichen Friedens und dem Terror des Krieges sitzen. Das sind die beiden steilen Klippen, in die wir eingeklemmt sind
... Wir wissen sehr wohl, wer vom Krieg im Zeitalter des Imperiums profitiert. Aber wir müssen uns auch ehrlich fragen, wem Frieden im Zeitalter des Imperiums nützt. Kriegstreiberei ist verbrecherisch. Aber vom Frieden reden, ohne von Gerechtigkeit zu sprechen, könnte schnell zu einer Befürwortung einer Art von Kapitulation werden. Und über Ungerechtigkeit sprechen, ohne die Institutionen und Systeme zu demaskieren, die Ungerechtigkeit praktizieren, ist mehr als scheinheilig...
...Es ist einfach, die Armen wegen ihrer Armut anzuklagen. Es ist einfach zu glauben, daß die Welt in einer eskalierenden Spirale von Terrorismus und Krieg gefangen ist. Das erlaubt dem amerikanischen Präsidenten zu sagen: "Entweder sind Sie mit uns oder mit den Terroristen." Doch wir wissen, das ist eine trügerische Entscheidung. Wir wissen, daß Terrorismus nur die Privatisierung von Krieg ist, daß Terroristen Freimarktler von Krieg sind. Sie glauben, daß die legitime Anwendung von Gewalt nicht allein das Vorrecht des Staates ist.
Das sind einige zentrale Punkte aus der Rede Arundhati Roys, mit der sie sich für die Auszeichnung mit dem Sydney Friedenspreises bedankte. Wer die Rede insgesamt lesen möchte:
Teil I: jW 11.11.2004 (Roy): "Die neue korporative Befreiungstheologie" http://www.jungewelt.de/2004/11-11/003.php
Teil II: jW 13.11.2004 (Roy): "Wie kommen wir aus diesem Abgrund heraus?" http://www.jungewelt.de/2004/11-13/004.php
======================================================================
3. Nahost: Radio "All For Peace"
Es gibt einen Sendeanstalt, einen Transmitter und den israelischen Zoll. Und das geht augenscheinlich nicht zusammen: Der Zoll läßt den notwendigen Transmitter nicht ins Land und so kann die Sendeanstalt kein Radio machen. Das hört sich so kompliziert an wie es auch tatsächlich ist. Die verhinderte Sendeanstalt ist das "All for Peace"-Radio, ein gemeinsames Projekt israelischer und palästinensischer Friedensaktivisten mit Sitz im palästinensischen Ost-Jerusalem. Beteiligt sind Biladi, die (palästinensische) Jerusalem Times, und die israelische Gruppe "Jewish-Arab Centre for Peace, Givat Haviva".
Der Sender ist vorerst nur im Internet dreisprachig immerhin
http://www.allforpeace.org/
Nach einem Bericht der NRZ vom 13.11.2004 "Friedensradio will endlich frei senden" Seite "Weltgeschehen"
======================================================================
4. Irak: Militanter Widerstand für Ausweitung der bewaffneten Kämpfe
Es sind nebulöse Berichte, die davon künden, daß 13 militante irakische Widerstandsgruppen eine Ausweitung der Kämpfe auf das ganze Land beschlossen haben.
Fakt ist, *daß* an vielen Orten des Landes mit Waffengewalt um die Befreiung vom Besatzungsregime und seinen irakischen Stützen gerungen wird.
News Yahoo 14.11.2004 (AFP): "Irakische Widerstandsgruppen kündigen Ausweitung von Kämpfen an" http://de.news.yahoo.com/041113/286/4al8z.html
======================================================================
5. Irak: Genfer Konvention nur zum Stiefel putzen
Wann hat die US-Armee eigentlich ihren letzten rechtmäßigen Kriegseinsatz gehabt?
Im Irak jedenfalls scheint sie sich der Genfer Konventionen nur zu bedienen, um sich das Blut der Iraker von den Stiefeln zu wischen.
Bei der Metzelei in Falludscha haben die GIs jedenfalls völkerrechtswidrig die Flucht von Zivilisten teilweise verhindert.
Mehr dazu bei
Freace 12.11.2004: "Flüchtlinge zurückgeschickt" http://www.freace.de/artikel/200411/121104b.html
======================================================================
6. Aus "Venezuela Avanza"
Aus der Ausgabe 17 vom 12. November 2004 des Newsletters
Themenbereich: Notizen der Leserreise
http://www.venezuela-avanza.de/html/notizen_einer_leserreise.html 08.11.2004 Grundrecht Gesundheit Das Programm Barrio Adentro will allen Menschen Zugang zur medizinischen Versorgung sichern. http://www.venezuela-avanza.de/html/grundrecht_gesundheit.html
09.11.2004 Programme aus dem Kiez Mediengesetz gewährt den Basisradios Senderechte und staatliche Unterstützung. http://www.venezuela-avanza.de/html/programme_aus_dem_kiez.html
10.11.2004 Erbe der »Demokratie« Das Leben in vielen Armenvierteln von Caracas wird von Drogenkriminalität und Jugendbanden bestimmt. Ihr Gewaltmonopol ist schwer zu brechen. http://www.venezuela-avanza.de/html/erbe_der__demokratie_.html
11.11.2004 Revolutionsblockaden Die Bürokratie des Staatsapparats sorgt für Spannungen zwischen linken Basisorganisationen und Regierungsstellen. http://www.venezuela-avanza.de/html/revolutionsblockaden.html
12.11.2004 Schau kein Fernsehen, mach es!" TVe - ein Gemeindefernsehen für den Westen der Hauptstadt. http://www.venezuela-avanza.de/html/schau_kein_fernsehen__mach_es.html
Nachrichten aus dem EU-Parlament: 12.11.2004 Venezuela und wir Von Sahra Wagenknecht: Der 15. August 2004 war ein guter Tag für Venezuela. An diesem Sonntag wurde der venezolanische Präsident Hugo Chávez mit einer deutlichen Mehrheit von 59% der WählerInnen in seinem Amt bestätigt. http://www.venezuela-avanza.de/html/venezuela_und_wir_.html
======================================================================
7. Bundesdeutsche Medien und Abu Ghraib
Eine kritische Bestandsaufnahme zu den Folterungen in Abu Ghraib und ihrem Echo in den bundesdeutschen Medien.
FR 14.11.2004 (Gehrs): "Ich nenne das Hurra-Journalismus" - Vom richtigen Ticken: Warum die deutschen Medien den Folterskandal von Abu Ghraib verschliefen http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/medien/?cnt=588473
Gespannt darf man sein, wie die dort besonders gerügten Medien mit dem Thema Folter bei der Berichtung über den Daschner-Prozeß umgehen.
======================================================================
8. Ultra-orthodoxer Rabbiner trauert um Arafat
Es ist aus dem Sinn geraten, daß es ultra-orthodoxe Juden gibt, die durchaus auch um Arafat trauern und ihn würdigen. Dazu gehört ohne Zweifel Mosche Hirsch:
... "Ich bete für ihn, denn Arafat war ein Mann, der sein ganzes Leben seinem Volk gewidmet hat", sagt der 75-Jährige von der ultra-orthodoxen Splittergruppe "Neturei Karta", die dem Zionismus, der Bewegung für einen jüdischen Staat, seit jeher ablehnend gegenüber steht. "Ich bin sehr traurig, denn er war ein großer Führer, der immer zwischen dem jüdischen Volk und dem Zionismus unterschieden hat", sagt Hirsch.
Der Rabbiner hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit Arafat getroffen. Das erste Mal sei er Arafat vor rund 30 Jahren nach einer Serie von Anschlägen mit Opfern in der orthodoxen Gemeinde begegnet, erzählt Hirsch. Er habe Arafat gebeten, die Gemeinde, die sich vom Zionismus distanziere, zu verschonen; und dies habe der PLO-Chef auch zugesagt.
Die Gegner des Zionismus unter den orthodoxen Juden lehnen eine Staatsgründung ab, so lange der Messias nicht erschienen ist. Sie berufen sich auf eine alte Überlieferung, wonach dies dem jüdischen Volk untersagt sein soll.
Freie Presse 14.11.2004 (AFP): Jüdischer Geistlicher nennt verstorbenen PLO-Chef "großen Führer" http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES/TEXTE/123991.html
======================================================================
9. Ergänzungen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ Ein andauerndes Massaker... ~~~~~~ FTA Nr. 265/2004 vom 02.11.2004 ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
Die Lancet-Studie hat hohe Wellen geschlagen. Nahezu alle bürgerlichen Medien konnten sich nicht um eine Erwähnung drücken. Die Glaubwürdigkeit solch hoher Zahlen, abgeleitete Schätzungen reichten bis 200.000 Tote durch die Aggression, wurde interessanterweise häufig mit der Site des Iraq Body Count bestritten, der jedoch "seine" Zahlen gänzlich anders definiert. Das wird jedem einsichtig, der Lancet und Iraq Body Count miteinander vergleicht. Keine der beiden Zählungen ist per se falsch. Lancet befaßt sich mit der Sterblichkeitsquote und ihren Gründen vor und nach Kriegsbeginn und filtert dann diejenigen heraus, die durch auch indirekte Kriegseinwirkungen gestorben sind. Iraq Body Count erfaßt nur die "direkten" Toten durch Kampfhandlungen.
Die Lancet-Studie - und ihre Negierung bzw. ihr Verschweigen in den Medien - hat Media Lens veranlaßt, die Studie kritisch zu hinterfragen. Lancet hat darauf geantwortet.
Media Lens Media Alert 02.11.2004 (Teil I): "100,000 IRAQI CIVILIAN DEATHS" http://www.medialens.org/alerts/2004/041102_Iraqi_Civilian_Deaths_1.HTM
Media Lens Media Alert 04.11.2004 (Teil II): "100,000 IRAQI CIVILIAN DEATHS" http://www.medialens.org/alerts/2004/041104_Iraqi_Civilian_Deaths_2.HTM
Für das "Ausblenden" der Studie wird eine zunächst recht einleuchtende Erklärung geboten, so J. (von dem der Tip mit Media Lens stammt):
Sie erklären das ignorante Verhalten der Journalisten anschließend durch einen Rückgriff auf die Studien des Psychologen Lester Luborsky, die zeigten wie stark Menschen nahezu unbewußt Dinge ausblenden können, die sie als unangenehm, als Tabu empfinden. Damals ging es um Bilder uellen Inhalts. Der Clou dabei ist, um vermeiden zu zu können etwas bestimmtes zu sehen, muß zunächst erkennen um was es sich handelt..
"In order to avoid looking, some element of the mind must have known first what the picture contained, so that it knew what to avoid. The mind somehow grasps what is going on and rushes a protective filter into place, thus steering awareness away from what threatens." (Goleman, Vital Lies, Simple Truths - The Psychology of Self-Deception, Bloomsbury, 1997, p.107)
Dasselbe unterstellen sie auch den durchschnittlichen Journalisten. Natürlich wissen sie, daß die US-Regierung lügt, bzgl. ihrer Ziele im Irak lügt, daß die USA dort unten Verbrechen verüben etc. Da dies ein sehr unangenehmes Wissen ist (wer dem nachgeht, verliert sein Vertrauen in seine Partei, in seine Gesellschaft, gefährdet seine Karriere etc.) vermeiden sie unwillkürlich, sich mit alldem zu befassen, daß dies untermauern könnte.
Like all of us, journalists need to believe they are honest, reasonable human beings. There is a problem, however - career success depends on their not finding "too" much to criticise in the operation of elite state-corporate power. The art of successful mainstream journalism is the art of reconciling these two irreconcilables without admitting the lie to conscious awareness.
As with the individuals in Luborsky's experiments, journalists somehow understand what is going on and rush a protective filter into place, steering awareness away from what threatens. It is an awesome and intriguing phenomenon of human psychology.
J. gab auch noch eine weitere Quelle an, die sich mit Lancet beschäftigt:
ZMag 03.11.2004 i.d.F. vom 04.11.2004 (Soldz): "100,000 Iraqis Dead: Should We Believe It?" http://www.zmag.org/content/showarticle.cfm?SectionID=15&ItemID=6565
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ Elsässer als SF-Autor: "Der Untergang" ~~~~~~ FTA Nr. 271/2004 vom 08.11.2004 ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
Jetzt ist Teil IV der SF-Story Elässers erschienen:
http://www.telepolis.de/tp/r4/magazin/lit/18795/1.html
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ NL: Offener Brief aus Iso-Haft ~~~~~~ FTA Nr. 274/2004 vom 11.11.2004 ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
auch zu folgenden Threads: ~~~~~~~~~~~~ Motassadeq-Prozeß ~~~~~~~~~~~~ Mzoudi-Prozeß
Es gibt etwas Neues von dem neuen Allround-Kronzeugen der Bundesanwaltschaft, etwas, was gar nicht gut und rechtsstaatlich riecht: die Bundesregierung hat Shadi Abdallah - noch im November 2003 wegen geplanter Terroranschläge zu außerordentlich milden vier Jahren Gefängnis verurteilt, bereits jetzt nach nur einem Jahr wieder auf freien Fuß gesetzt.
Das allein ist schon bedenklich, denn es wirkt wie eine Belohnung für den Verurteilten für sein bisheriges und künftiges Aussageverhalten. Und wenn er nicht spurt...
Doch das ist nicht alles. Shadi Abdallah ist in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden, was bei jeder künftigen Verhandlungen präjudizierend gegen die Angeklagten wirken wird: seht hier, so gefährdet ist der Zeuge, so gefährlich müssen dann doch auch die durch ihn belasteten Angeklagten sein.
Und das i-Tüpfelchen: Shadi Abdallah ist auf der Anti-Terror-Liste des UN-Sicherheitsrates. Seine vorzeitige Entlassung und das Verschwindenlassen im Zeugenschutzprogramm ist eine Begünstigung eines der Meistgesuchten und ein Verstoß gegen das UN-Recht.
Wer auf diese Liste kommt, bestimmt letztlich die Bush-Regierung. Die will ihn nur streichen lassen, wenn die Bundesregierung ihn durch US-Stellen ebenfalls vernehmen läßt. Und da könnte es ein weiteres Problem geben: sie braucht den Zeugen wohlbehalten und ungefoltert zurück.
Spiegel 13.11.2004: "Al-Qaida-Insider auf freien Fuß gesetzt" http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,327634,00.html
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ Folterprozeß gegen Daschner ~~~~~~ FTA Nr. /2004 vom ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
Der Daschner-Prozeß könnte sehr aufschlußreich über die Mentalität deutscher Politiker sein. Noch stehen keine Namen, aber immerhin eine Aussage fest: "Instrumente zeigen".
Spiegel 13.11.2004: "Daschner will Rückendeckung aus Ministerium erhalten haben" http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,327655,00.html
Der Spiegel hat ein Leserforum zu dem Thema Folter eröffnet: http://forum.spiegel.de/cgi-bin/WebX?13@@.ee75c5c
Von linker Seite wird aufgerufen, den Prozeß zu besuchen und Öffentlichkeit herzustellen.
http://www.libertad.de/inhalt/archiv/libertad/2004/11/EEppFpVVpyauaOQImx.shtml
Dazu gibt es ein informatives Flugblatt: http://www.libertad.de/inhalt/archiv/libertad/2004/11/EEppFpkZAVMlEwdxRO.shtml (mit Downloadmöglichkeit)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ "Machtergreifung" bei Journalisten? ~~~~~~ FTA Nr. 240/2004 vom 08.10.2004 ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
Der DJV wird seinen braunen Schatten einfach nicht mehr los.
BerlZ 10.11.2004 (Förster): "Zwei alte, zwei neue - DJV sorgt für Koexistenz von Journalistenvereinen" http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/1110/medien/0040/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~ FTA Nr. /2004 vom ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~ FTA Nr. /2004 vom ~~~ http://onliner.pointclark.net/public/f-t-a.htm
======================================================================
10. Wem die Politiker-Zitate mitunter fehlen...
....kann sie sich hier selbst erzeugen. Zu vielen Themen sowohl zustimmend wie ablehnend:
http://www.nrz.de/osr/osr.phrasendreschmaschine.frameset.php
Achtung: es sind BILDhafte Nachwirkungen möglich!
-- Mit freundlichen Grüssen Wolfgang Kuhlmann
http://FriedensTreiberAgentur.de Friedens- und Aktionskalender für Düsseldorf: http://FriedensTreiberAgentur.de/FAK
|
|
 | | From: | Thorsten Haupts | | Subject: | Re: Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | 14 Nov 2004 12:41:46 -0800 |
|
|
 | "Wolfgang" wrote in message news:<2von5iF2ofdc6U1@uni-berlin.de>...
> 1. Falludscha: Soldaten sind Mörder... > > ...erst recht, wenn sie von Bush besoldet werden. > > Ein GI hat sich von einem "eingebetteten" Journalisten mit der Kamera > bei einem Kriegsverbrechen filmen lassen: er ermordete einen > verwundeten Iraker (war es überhaupt ein Gegner?).
Die Wahrheit ist in einem Krieg immer das erste Opfer. Das gilt fuer Kriegsbefuerworter UND Kriegsgegner. An diesem Beispiel prima zu sehen. Denn was der Film (mehrfach gesehen) NICHT zeigt ist:
- wurde der angeblich Erschossene tatsaechlich verwundet? - war der angeblich Verwundete noch kampffaehig? - hat der angeblich verwundete sich ergeben?
Aber aus den mehr als duennen Fakten machen Kriegsgegner-Propagandisten einen kaltbluetigen Mord. Schicke Propaganda, hier von keinem Bild und keiner Aussage gedeckt.
Thorsten
|
|
 | | From: | Carsten Mueller | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | 18 Nov 2004 11:13:40 GMT |
|
|
 | Roger McLassus wrote:
>Folgt daraus, daß Spaziergänger aggressiv und >Räuber harmlos sind?
Daraus folgt das er sich aergert die Fluechtenden nicht auch noch erwischt zu haben. -- Der Feind steht da, wo die Menschlichkeit zugunsten des Profits geopfert wird.
|
|
 | | From: | Bernhard Mayer | | Subject: | Re: Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | 18 Nov 2004 01:01:47 -0800 |
|
|
 | ThorHa@web.de (Thorsten Haupts) wrote in message news:...
> Die Wahrheit ist in einem Krieg immer das erste Opfer. Das gilt fuer > Kriegsbefuerworter UND Kriegsgegner. An diesem Beispiel prima zu > sehen. Denn was der Film (mehrfach gesehen) NICHT zeigt ist:
Abgesehen davon: wer glaubt Krieg kann nur entfernt irgendwie sauber oder ehrenvoll sein, sollte langsam erwachsen werden.
Krieg ist immer Mord, der einfach im besten Fall für die Gewinner ohne Folgen bleibt. Und demnach sind Soldaten natürlich auch immer Menschen, die grundsätzlich zum Morden ausgebildet werden. Das muß heute jedem Grundwehrdiener klar sein - wie es auch mir klar war.
Abgesehen davon bleibt bei mir immer ein ungutes Bauchgefühl, wenn wir Mitteleuropäer uns in allzu heftiger Polemik über die Kriegslust der Amerikaner beschweren... und dabei außer Acht lassen, daß wir heute eigentlich nur Dank des (vielleicht übertriebenen) Patriotismus und Obrigkeitsglaubens vieler junger amerikanischer Soldaten täglich in der früh unseren Kaffee schlürfen und im Internet surfen können. George Bush mag ein Idiot sein, er schickt vielleicht auch bewußt Menschen für seine Politik in den Tod... aber die Familie in Ohio, deren Großvater in Frankreich und deren Kinder im Iraq gefallen sind, glaubt tatsächlich an eine bessere Welt und ihre Pflicht des Beistandes für unterdrückte Zivilsationen. Ja! Diese amerikanischen Familien am Land sind so naiv und sie glauben sich für die Sache zu opfern.
Auf der anderen Seite stehen wir Mitteleuropäer, die verständlicherweise seit den letzten zwei großen Kriegen eigentlich genug davon haben. Das führt nur leider dazu, daß wir unsere Augen verschließen, zusehen und im schlimmsten Fall sogar begünstigen. Yugoslawien ist ein Beispiel - und da haben wir Europäer Blut an den Händen.
Ich finde es auch bedenklich, wie sehr wir Europäer uns an die Palästinenser anbiedern - immerhin hat Arafat reichlich Blut an den Händen und monatlich stiefelt wieder ein fanatischer Palästinenser samt Sprengstoff in eine israelische Stadt. Die amerikanischen Truppen versuchen wenigstens nur oder vor allem bewaffnete Kämpfer oder Truppen zu töten. Die Palästinenser versuchen bewußt vor allem Zivilisten zu töten. Freilich sind die Israelis auch nicht viel besser - aber eine Ungerechtigkeit rechtfertigt nicht die andere.
Falludscha hin oder her - kehren wir mal unseren eigenen Hof auf.
|
|
 | | From: | Samanera | | Subject: | Re:_Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 10:52:50 +0100 |
|
|
 | "Bernhard Mayer" schrieb im Newsbeitrag news:c06428fe.0411180101.7cd7e148@posting.google.com... > ThorHa@web.de (Thorsten Haupts) wrote in message > news:... > >> Die Wahrheit ist in einem Krieg immer das erste Opfer. Das gilt fuer >> Kriegsbefuerworter UND Kriegsgegner. An diesem Beispiel prima zu >> sehen. Denn was der Film (mehrfach gesehen) NICHT zeigt ist: > > Abgesehen davon: wer glaubt Krieg kann nur entfernt irgendwie sauber > oder ehrenvoll sein, sollte langsam erwachsen werden. > > Krieg ist immer Mord, der einfach im besten Fall für die Gewinner ohne > Folgen bleibt. Und demnach sind Soldaten natürlich auch immer > Menschen, die grundsätzlich zum Morden ausgebildet werden. Das muß > heute jedem Grundwehrdiener klar sein - wie es auch mir klar war. > > Abgesehen davon bleibt bei mir immer ein ungutes Bauchgefühl, wenn wir > Mitteleuropäer uns in allzu heftiger Polemik über die Kriegslust der > Amerikaner beschweren... und dabei außer Acht lassen, daß wir heute > eigentlich nur Dank des (vielleicht übertriebenen) Patriotismus und > Obrigkeitsglaubens vieler junger amerikanischer Soldaten täglich in > der früh unseren Kaffee schlürfen und im Internet surfen können. > George Bush mag ein Idiot sein, er schickt vielleicht auch bewußt > Menschen für seine Politik in den Tod... aber die Familie in Ohio, > deren Großvater in Frankreich und deren Kinder im Iraq gefallen sind, > glaubt tatsächlich an eine bessere Welt und ihre Pflicht des > Beistandes für unterdrückte Zivilsationen. Ja! Diese amerikanischen > Familien am Land sind so naiv und sie glauben sich für die Sache zu > opfern. > > Auf der anderen Seite stehen wir Mitteleuropäer, die > verständlicherweise seit den letzten zwei großen Kriegen eigentlich > genug davon haben. Das führt nur leider dazu, daß wir unsere Augen > verschließen, zusehen und im schlimmsten Fall sogar begünstigen. > Yugoslawien ist ein Beispiel - und da haben wir Europäer Blut an den > Händen. > > Ich finde es auch bedenklich, wie sehr wir Europäer uns an die > Palästinenser anbiedern - immerhin hat Arafat reichlich Blut an den > Händen und monatlich stiefelt wieder ein fanatischer Palästinenser > samt Sprengstoff in eine israelische Stadt. Die amerikanischen Truppen > versuchen wenigstens nur oder vor allem bewaffnete Kämpfer oder > Truppen zu töten. Die Palästinenser versuchen bewußt vor allem > Zivilisten zu töten. Freilich sind die Israelis auch nicht viel besser > - aber eine Ungerechtigkeit rechtfertigt nicht die andere. > > Falludscha hin oder her - kehren wir mal unseren eigenen Hof auf.
Hallo Bernhard,
Alles, was du schreibst ist richtig. und trotzdem- teilweise- doch sehr einseitig . Machen wir doch einfach mal eine einfache Rechnung auf, so zynisch das auch sein mag. Wie viele Palästinenser sind seit der Besetzung Palästinas kriegsbedingt ermordet worden? Wie viele Israelis? Ich glaube die Palästinenser schaffen die Zahl der Morde von Israelis an Palästinensern in Hundert Jahren noch nicht. Wer also der aggressivere Part von beiden ist, wäre doch hiermit klar, oder?
Gruss Wolfgang
http://ethik-portal.tk/
|
|
 | | From: | Roger McLassus | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 12:01:55 +0100 |
|
|
 | "Samanera" schrieb
> Wer also der aggressivere Part von beiden ist, wäre doch hiermit klar, > oder?
Nein, wieso? Stell dir vor, zwei harmlose Spaziergänger werden von einer Räuberbande überfallen. Einer der Spaziergänger wird getötet, dem anderen jedoch (der gut bewaffnet ist, und den Umgang mit Waffen beherrscht) gelingt es, zehn der Räuber zu töten, ehe die restlichen flüchten. Dann steht das Verhältnis der Toten 1:10. Folgt daraus, daß Spaziergänger aggressiv und Räuber harmlos sind?
Roger McLassus
|
|
 | | From: | Samanera | | Subject: | Re:_Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 13:49:47 +0100 |
|
|
 | "Roger McLassus" schrieb im Newsbeitrag news:303dp5F2r1lctU1@uni-berlin.de... > "Samanera" schrieb > >> Wer also der aggressivere Part von beiden ist, wäre doch hiermit klar, >> oder? > > Nein, wieso? Stell dir vor, zwei harmlose Spaziergänger werden von einer > Räuberbande überfallen. Einer der Spaziergänger wird getötet, dem anderen > jedoch (der gut bewaffnet ist, und den Umgang mit Waffen beherrscht) > gelingt es, zehn der Räuber zu töten, ehe die restlichen flüchten. Dann > steht das Verhältnis der Toten 1:10. Folgt daraus, daß Spaziergänger > aggressiv und Räuber harmlos sind? > > Roger McLassus >
Tut mir leid, ich kann da kaum Parallelen erkennen. Fest steht, dass die Palästinenser aus ihrem eigenen Land gewaltsam durch jüdische Einwanderer vertrieben wurden und noch werden. Dann wären die Israelis also die Räuber?, denn die sind ja wohl in das Land ohne die Palästinenser zu fragen eingedrungen und haben die Einwohner des eigenen Landes beraubt.... Zwar mit Hilfe der USA und der Briten, aber dadurch ändern sich ja nicht die Tatsache der Beraubung. ...aber alle Israelis als Räuber bezeichnen, nein, das will ich nun doch nicht. Die meisten Juden sind ja im guten Glauben nach Israel eingewandert und haben sich wohl nicht so sehr mit der Geschichte der Palästinenser oder ihrer eigenen beschäftigt. Auch erst viel später nach der Staatsgründung entstanden dort die rechtsradikalen und faschistischen Glaubensgemeinschaften, die ähnlich wie die Hitlerfans hier, alles was ihnen fremd ist, vertreiben oder sogar ermorden wollen. Da halte ich mich lieber an die Argumentation von Reuven Moskovitz: http://www.jungewelt.de/2004/11-17/005.php
Aber auch hier: http://www.uri-avnery.de/staticsite/staticsite.php kann man mehr über Räuber und Spaziergänger erfahren. Es soll sogar noch friedliebende Rabbis in Israel geben: http://www.rhr.israel.net
Ja ein grosser Teil der Israelis wollen auch nicht länger Räuber sein, nein sie wollen wieder Spaziergänger werden. Allein der Likud-Block und andere militaristische, faschistische Parteien hindern sie daran. Und die faschistischen Siedler nicht zu vergessen, dass sind wohl auch keine Räuber mehr, das sind eher potentielle Mörder.
Gruss Wolfgang aka Samanera http://ethik-portal.tk/
|
|
 | | From: | Roger McLassus | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 14:24:03 +0100 |
|
|
 | "Samanera" schrieb
> Tut mir leid, ich kann da kaum Parallelen erkennen.
Es war nicht meine Absicht, einen Beitrag zum Thema Nahost-Politik zu liefern, sondern bloß die Behauptung zurückzuweisen, aus dem Verhältnis der Opferzahlen könnte man ableiten, wer der Aggressor ist.
Roger McLassus
|
|
 | | From: | Norbert Müller | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 16:04:10 GMT |
|
|
 | Samanera wrote: > Tut mir leid, ich kann da kaum Parallelen erkennen.
Ich schon ;-)
> Fest steht, dass die Palästinenser aus ihrem eigenen Land gewaltsam > durch jüdische Einwanderer vertrieben wurden und noch werden.
Da es seit 1850 (Osmanisches Reich) ein Grundbuch auch für Palästina gibt, sind die Landbesitzungen ja festgehalten. Die ersten jüdischen Siedler der Aliahs bzw. deren jüdische Geldgeber - und auch spätere Landerweiterungen erfolgten auf diese Weise - kauften den palästinensischen Großgrundbesitzern (die meist im Ausland residierten) das Land ab, sicher hat es auch gewaltsame Enteignungen gegeben - genau so wie die Juden nach 1947 aus den arabisch gebliebenen Landteilen vertrieben wurden. Die wohnten auch schon "immer und ewig" dort.
mfg, nm
|
|
 | | From: | Volker Greulich | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 17:46:16 +0100 |
|
|
 | Norbert Müller wrote:
> Samanera wrote: > > Tut mir leid, ich kann da kaum Parallelen erkennen. > > Ich schon ;-) > > > Fest steht, dass die Palästinenser aus ihrem eigenen Land gewaltsam > > durch jüdische Einwanderer vertrieben wurden und noch werden. > > Da es seit 1850 (Osmanisches Reich) ein Grundbuch auch für Palästina gibt, > sind die Landbesitzungen ja festgehalten. Die ersten jüdischen Siedler der > Aliahs bzw. deren jüdische Geldgeber - und auch spätere Landerweiterungen > erfolgten auf diese Weise - kauften den palästinensischen Großgrundbesitzern > (die meist im Ausland residierten) das Land ab, sicher hat es auch > gewaltsame Enteignungen gegeben - genau so wie die Juden nach 1947 aus den > arabisch gebliebenen Landteilen vertrieben wurden. Die wohnten auch schon > "immer und ewig" dort
Die Israelis haben das palästinsche Grundbuchamt 2002 in einen Ruinenhaufen verwandelt.
-Avez vous un papier?
MFG V.G. -- Protestiert gegen das sinnlose 100 %ige Kastrationsgebot für Hunde in einigen deutschen Tierheimen.-Tierheimkunden sind keine unmündigen Trottel.Hunde haben ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit-auch wenn sie durch Tierheime oder den WDR vermittelt werden.
|
|
 | | From: | Norbert Müller | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 17:46:05 GMT |
|
|
 | Volker Greulich wrote: > Norbert Müller wrote: > >> Samanera wrote: >>> Tut mir leid, ich kann da kaum Parallelen erkennen. >> >> Ich schon ;-) >> >>> Fest steht, dass die Palästinenser aus ihrem eigenen Land gewaltsam >>> durch jüdische Einwanderer vertrieben wurden und noch werden. >> >> Da es seit 1850 (Osmanisches Reich) ein Grundbuch auch für Palästina >> gibt, sind die Landbesitzungen ja festgehalten. Die ersten jüdischen >> Siedler der Aliahs bzw. deren jüdische Geldgeber - und auch spätere >> Landerweiterungen erfolgten auf diese Weise - kauften den >> palästinensischen Großgrundbesitzern (die meist im Ausland >> residierten) das Land ab, sicher hat es auch gewaltsame Enteignungen >> gegeben - genau so wie die Juden nach 1947 aus den arabisch >> gebliebenen Landteilen vertrieben wurden. Die wohnten auch schon >> "immer und ewig" dort > > Die Israelis haben das palästinsche Grundbuchamt 2002 in einen > Ruinenhaufen verwandelt.
Das ist sicher nicht in Ramallah!
mfg, nm
|
|
 | | From: | Friedrich Stockhammer | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 13:40:22 +0100 |
|
|
 | Am Sun, 14 Nov 2004 10:33:45 +0100 schrieb Wolfgang: > ungekürzt, > damit den Bush-Anhängern etwa im halse hängen bleibt...... > Ins Netz gestellt von: > Wolfgang > http://ethik-portal.tk/ Hi, ich habe in meiner Jugend die 68er Jahre miterlebt und deren Anti-Vietnam Krieg Protest! Was längst fällig wird, ist eine neue "Hippie" Protest-Ära gegen Krieg, Gewalt, den Auswirkungen des Neo Liberalismus, ect. (mit einem Wort gegen alle negativen Auswirkungen der derzeit praktizierten Machtpolitik). "Give Peace a Chance" http://www.bagism.com/lyrics/lennon-collection-lyrics.html#GivePeaceAChance
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
FUP2: at.gesellschaft.politik
-- Mit freundlichen Gruessen - Yours sincerely Friedrich Stockhammer http://www.stockhammer.at/
|
|
 | | From: | Jan Kuna | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Sun, 14 Nov 2004 16:15:20 +0100 |
|
|
 | "Wolfgang" :
>1. Falludscha: Soldaten sind Mörder...
>...erst recht, wenn sie von Bush besoldet werden.
>Ein GI hat sich von einem "eingebetteten" Journalisten mit der Kamera >bei einem Kriegsverbrechen filmen lassen: er ermordete einen >verwundeten Iraker (war es überhaupt ein Gegner?).
Falls dem tatsächlich so ist (ich habe hier keine Möglichkeit das angegebene Video zu sehen), stellt sich mir die Frage über die Geisteshaltung der Soldaten.
Dem Soldaten scheint die Problematik seines Verhaltens nicht bewußt zu sein. Das erinnert mich an MyLai(?).
>Schlacht hat übrigens nicht nur vom Wortstamm her, sondern auch in der >grausigen Realität etwas mit Abschlachten zu tun. Oder wie sollte man >es nennen, wenn ein Kampf auf der einen Seite offiziell an die 20 >Menschenleben kostet, auf der anderen jedoch wenigstens 1.000 bereits >jetzt von den Siegern zugegebene tote *Aufständische* - sprich: >Kämpfer* - gibt? Mit gemeinem Krieg hat dies nichts zu tun,
Im Krieg sterben Menschen.
>mit Morden >und Sengen hingegen sehr viel.
unnütze Polemik
>Und wie viele Zivilisten sind diesem kalt kalkulierten Morden zum >Opfer gefallen?
Die Zivilbevölkerung hat in einem Krieg die meisten Opfer zu bringen.
>Und wie konnte es geschehen, daß nach anderer Quelle >2.000 Aufständische aus dem Belagerungsring von über 10.000 Soldaten >entkommen sein sollen?
Wo ist das Problem? Lies mal ein wenig Quellenliteratur zum Guerillakrieg.
>Die BRD hat die Pflicht, die auf ihrem Territorium befindlichen GIs zu >internieren
Waraus schließt du auf diese Pflicht?
>======================================================================
>3. Nahost: Radio "All For Peace" > >Es gibt einen Sendeanstalt, einen Transmitter und den israelischen >Zoll. Und das geht augenscheinlich nicht zusammen: Der Zoll läßt den >notwendigen Transmitter nicht ins Land
mit welcher Begründung?
====================================================================== > >5. Irak: Genfer Konvention nur zum Stiefel putzen > >Wann hat die US-Armee eigentlich ihren letzten rechtmäßigen >Kriegseinsatz gehabt? > >Im Irak jedenfalls scheint sie sich der Genfer Konventionen nur zu >bedienen, um sich das Blut der Iraker von den Stiefeln zu wischen. > >Bei der Metzelei in Falludscha haben die GIs jedenfalls >völkerrechtswidrig die Flucht von Zivilisten teilweise verhindert.
Da hast die Antwort auf deine Frage nach den 2000 Aufständischen.
marten -- Das ganze Usenet geht kaputt, wenn die Leute hier einfach aufhören, einen einmal gefundenen Standpunkt bis zur Absurdität zu verteidigen. (Dirk Moebius in d.t.t.)
|
|
 | | From: | Wolfgang | | Subject: | Re:_Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | Sun, 14 Nov 2004 17:49:58 +0100 |
|
|
 | Hei Jan Kuna, Ich möchte nur der Form halber darauf hinweisen, dass nicht ein Zitat von mir stammt. Deshalb grenzt dein Posting wohl schon an (un)absichtliche Fälschung Auch wenn viele zitierte Punkte unterschreiben würde, wenn sie nicht aus dem Zusammenhang gerissen wären und man erkennen könnte, wer denn nun was geschrieben hat.
Gruss Wolfgang http://www.gerechte-welt-links.de.sr/
"Jan Kuna" schrieb im Newsbeitrag news:7jtep0tmugehrh1m7oje9rkcm9qr19h7dk@4ax.com... > "Wolfgang" : > >>1. Falludscha: Soldaten sind Mörder... > >>...erst recht, wenn sie von Bush besoldet werden. > >>Ein GI hat sich von einem "eingebetteten" Journalisten mit der Kamera >>bei einem Kriegsverbrechen filmen lassen: er ermordete einen >>verwundeten Iraker (war es überhaupt ein Gegner?). > > Falls dem tatsächlich so ist (ich habe hier keine Möglichkeit das > angegebene Video zu sehen), stellt sich mir die Frage über die > Geisteshaltung der Soldaten. > > Dem Soldaten scheint die Problematik seines Verhaltens nicht bewußt zu > sein. Das erinnert mich an MyLai(?). > >>Schlacht hat übrigens nicht nur vom Wortstamm her, sondern auch in der >>grausigen Realität etwas mit Abschlachten zu tun. Oder wie sollte man >>es nennen, wenn ein Kampf auf der einen Seite offiziell an die 20 >>Menschenleben kostet, auf der anderen jedoch wenigstens 1.000 bereits >>jetzt von den Siegern zugegebene tote *Aufständische* - sprich: >>Kämpfer* - gibt? Mit gemeinem Krieg hat dies nichts zu tun, > > Im Krieg sterben Menschen. > >>mit Morden >>und Sengen hingegen sehr viel. > > unnütze Polemik > >>Und wie viele Zivilisten sind diesem kalt kalkulierten Morden zum >>Opfer gefallen? > > Die Zivilbevölkerung hat in einem Krieg die meisten Opfer zu bringen. > >>Und wie konnte es geschehen, daß nach anderer Quelle >>2.000 Aufständische aus dem Belagerungsring von über 10.000 Soldaten >>entkommen sein sollen? > > Wo ist das Problem? > Lies mal ein wenig Quellenliteratur zum Guerillakrieg. > >>Die BRD hat die Pflicht, die auf ihrem Territorium befindlichen GIs zu >>internieren > > Waraus schließt du auf diese Pflicht? > >>====================================================================== > >>3. Nahost: Radio "All For Peace" >> >>Es gibt einen Sendeanstalt, einen Transmitter und den israelischen >>Zoll. Und das geht augenscheinlich nicht zusammen: Der Zoll läßt den >>notwendigen Transmitter nicht ins Land > > mit welcher Begründung? > > ====================================================================== >> >>5. Irak: Genfer Konvention nur zum Stiefel putzen >> >>Wann hat die US-Armee eigentlich ihren letzten rechtmäßigen >>Kriegseinsatz gehabt? >> >>Im Irak jedenfalls scheint sie sich der Genfer Konventionen nur zu >>bedienen, um sich das Blut der Iraker von den Stiefeln zu wischen. >> >>Bei der Metzelei in Falludscha haben die GIs jedenfalls >>völkerrechtswidrig die Flucht von Zivilisten teilweise verhindert. > > Da hast die Antwort auf deine Frage nach den 2000 Aufständischen. > > > > > marten > -- > Das ganze Usenet geht kaputt, wenn die Leute hier einfach aufhören, > einen einmal gefundenen Standpunkt bis zur Absurdität zu verteidigen. > (Dirk Moebius in d.t.t.)
|
|
 | | From: | Jan Kuna | | Subject: | Re: Falludscha: Soldaten sind Mörder | | Date: | Sun, 14 Nov 2004 19:59:11 +0100 |
|
|
 | "Wolfgang" : >Hei Jan Kuna, >Ich möchte nur der Form halber darauf hinweisen, >dass nicht ein Zitat von mir stammt.
Das war in diesem Zusammenhang nicht erkennbar.
Ein kurzer Kommentar, falls du anderer Meinung bist, wäre hilfreich. Ansonsten gibt es für solche Texte eine eigene NG
>Deshalb grenzt dein Posting wohl schon an (un)absichtliche Fälschung
An welcher Stelle?
>Auch wenn viele zitierte Punkte unterschreiben würde, wenn sie nicht aus dem >Zusammenhang gerissen wären und man erkennen könnte, wer denn nun was >geschrieben hat.
Wo kannst du das nicht?
marten -- Ärzte sind dazu da,den Mangel ihrer Patienten an Wissen um den eigenen Körper, der zuweilen tödliche Folgen hat, auszugleichen. (Alain de Botton: Trost der Philosophie)
|
|
 | | From: | Wolfgang | | Subject: | Re:_Falludscha:_Soldaten_sind_Mörder | | Date: | Sun, 14 Nov 2004 20:14:28 +0100 |
|
|
 | Lieber Jan Kuna !
Danke für die Erläuterung. Ich möchte aber, um jegliches Hochschaukeln zu vermeiden, auf keine Mail mehr die den FTA-Newsletter angeht antworten. Mir ist der Inhalt so wichtig, dass ich diesen nicht zerreden möchte, oder zerreden lassen möchte. Und hoffe auf dein Verständnis.
Liebe Grüsse Wolfgang http://www.ethik-portal.de.sr/
"Jan Kuna" schrieb im Newsbeitrag news:nnafp0l72n2ttgkncduehs2n5lagcom2hf@4ax.com... > "Wolfgang" : >>Hei Jan Kuna, >>Ich möchte nur der Form halber darauf hinweisen, >>dass nicht ein Zitat von mir stammt. > > Das war in diesem Zusammenhang nicht erkennbar. > > Ein kurzer Kommentar, falls du anderer Meinung bist, wäre hilfreich. > Ansonsten gibt es für solche Texte eine eigene NG > >>Deshalb grenzt dein Posting wohl schon an (un)absichtliche Fälschung > > An welcher Stelle? > >>Auch wenn viele zitierte Punkte unterschreiben würde, wenn sie nicht aus >>dem >>Zusammenhang gerissen wären und man erkennen könnte, wer denn nun was >>geschrieben hat. > > Wo kannst du das nicht? > > > marten > -- > Ärzte sind dazu da,den Mangel ihrer Patienten an Wissen > um den eigenen Körper, der zuweilen tödliche Folgen hat, > auszugleichen. (Alain de Botton: Trost der Philosophie)
|
|
|