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 | | From: | Ronald J. Bartle | | Subject: | Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Mon, 10 Jan 2005 20:13:40 +0100 |
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 | Neben dem klaren Absicht die allg. Löhnniveau zu drucken - gibt es sonst was zum 1 Euro- Jobs? Ist daß irgendwie ein überlegtes "Antwort" auf dem Globalisierung? So ein Misch aus Staatliche Leistung und Hungerlohn? Hab ich irgendwelche Positive Aspekten verpennt oder..?
Ich hab neuerlich 6 Monaten für 1,30Euro/Std. in ein Zuverdienstwerkstatt hinter mich. Dort gab es kein Hauch von Mitbestimmung oder sonstige Rechte für dem Zuverdienern. Wird das anders sein auf dem Flache-1Euro-Land sein?
Wird es Betriebsräte in diese 1Eurostellen geben - falls nicht - warum nicht?
Um Menschen ein Chance ins normalen Arbeitswelt zu schaffen braucht man eher die Kündigungsschutz zu lockern oder?
Was meint euch dazu?
ron b.
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 | | From: | Nikolai A. | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Fri, 14 Jan 2005 12:01:16 +0100 |
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 | Zu den 1 ?-Jobs gibt es sehr viele Ansichten... Dieses sollte in meinen Augen die Debatte beleben. Empirische Studien aus anderen Makroökonomien belegen jedoch, dass das Lohnniveau dadurch jedoch nicht gedrückt wird. An dieser Stelle sei nur ansatzweise darauf hingewiesen, dass es ganz strenge Anforderungen an die anbietenden Unternehmen gibt (Stichwort: gemeinnützig). Als einen der positiven Aspekte sehe ich, dass (wiederum empirisch belegt) es dadurch gelingen kann, dass es nicht weiter zu einem Verlernen von Arbeit kommt. Leider gibt es doch schon einige Leute, die "nicht mehr gewohnt sind" regelmäßig, selbständig zu arbeiten. Von der Wirkung einer regelmässigen Tätigkeit auf das Selbstbewußtsein möchte ich an dieser Stelle nicht anfangen, sondern vielmehr zur Selbst- und Fremdbeobachtung aufrufen.
Abschließend sei jedoch auch darauf hingewiesen, dass es einer weiteren Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung...) und eines rigorosen Abbau des Regeldickichts bedaf, denn nur durch 1-Euro-Jobs lassen sich die aktuellen Probleme des Arbeitsmarktes nicht in den Griff bekommen!
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 | | From: | Ronald J. Bartle | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Sat, 15 Jan 2005 13:01:32 +0100 |
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 | "Nikolai A." schrieb im Newsbeitrag news:34pn91F4duurbU1@uni-berlin.de... > Zu den 1 ?-Jobs gibt es sehr viele Ansichten... Dieses sollte in meinen > Augen die Debatte beleben. Empirische Studien aus anderen Makroökonomien > belegen jedoch, dass das Lohnniveau dadurch jedoch nicht gedrückt wird.
# Ich hätte gern die Quellenangaben zum diese "Empirischen Studien?"
Wo, wann - durch wem in welch Publikation nach zu lesen usw?
> An dieser Stelle sei nur ansatzweise darauf hingewiesen, dass es ganz strenge > Anforderungen an die anbietenden Unternehmen gibt (Stichwort: gemeinnützig). > Als einen der positiven Aspekte sehe ich, dass (wiederum empirisch belegt)
# Nochmals wie oben.
> es dadurch gelingen kann, dass es nicht weiter zu einem Verlernen von Arbeit > kommt. Leider gibt es doch schon einige Leute, die "nicht mehr gewohnt sind" > regelmäßig, selbständig zu arbeiten.
Was ist so "selbständig" in arbeiten für eine Euro in irgendwelche Organization wo man vollig entmundet ist?
Von der Wirkung einer regelmässigen > Tätigkeit auf das Selbstbewußtsein möchte ich an dieser Stelle nicht > anfangen, sondern vielmehr zur Selbst- und Fremdbeobachtung aufrufen. > > Abschließend sei jedoch auch darauf hingewiesen, dass es einer weiteren > Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung...) > und eines rigorosen Abbau des Regeldickichts bedaf, denn nur durch > 1-Euro-Jobs lassen sich die aktuellen Probleme des Arbeitsmarktes nicht in > den Griff bekommen! > Ron B.
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 | | From: | Mark | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Tue, 11 Jan 2005 19:17:52 +0100 |
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 | "Ronald J. Bartle" schrieb im Newsbeitrag news:41e2d3d6$0$13383$9b622d9e@news.freenet.de... > Neben dem klaren Absicht die allg. Löhnniveau zu drucken - gibt es > sonst was zum 1 Euro- Jobs? Ist daß irgendwie ein überlegtes > "Antwort" auf dem Globalisierung? So ein Misch aus Staatliche > Leistung und Hungerlohn? Hab ich irgendwelche Positive Aspekten > verpennt oder..?
Nö. 1-?-Jobs taugen dazu, das allgemeine Lohnniveau auf ein Mindestmaß zu senken. Firmen, Landkreise und Städte werden dies ausnutzen, um Arbeitnehmer zu kündigen und diese durch die staatlich finanzierten 1-?-Arbeitnehmer zu ersetzen.
Von Betriebsräten brauchen wir hier nicht mehr zu sprechen. Ist aber auch besser so. Betriebsräte räkeln sich meisstens sowieso nur in ihrem Kündigungsschutz und machen nur noch mehr kaputt als schon kaputt ist. So habe ich das bei einem kleinen Nachrichtensender [*-**] erleben müssen.
Erreicht haben sie nur, dass die Front zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite noch gewachsen ist. Übrigens arbeiten genau diese Betriebsratsmitglieder immer noch dort, darüber sollte man sich auch mal seine Gedanken machen. Wer Böses dabei denkt ...
Inzwischen sind dort einige Hundert Ex- Arbeitnehmer vor der Tür und es ist nichts passiert, die halten dort nun schön die Klappe.
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 | | From: | inge | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Tue, 11 Jan 2005 01:00:14 +0100 |
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 | Ronald J. Bartle wrote: > > Neben dem klaren Absicht die allg. Löhnniveau zu drucken - gibt es > sonst was zum 1 Euro- Jobs? Ist daß irgendwie ein überlegtes > "Antwort" auf dem Globalisierung? So ein Misch aus Staatliche > Leistung und Hungerlohn? Hab ich irgendwelche Positive Aspekten > verpennt oder..?
IMO ist das sowas wie ABM, nur populisitischer. Die Leute sind für'n Appel und 'n Ei aus der Arbeitslosenstatistik.
Wenn ich eine wohltätige Organisation wäre, würde ich auf der Stelle einen Arbeitslosen einstellen, der sich um meine Katzen kümmert, wenn ich dafür mehr Geld vom Staat kriege als ich dem Menschan an Lohn zahlen muß!
> > Um Menschen ein Chance ins normalen Arbeitswelt zu schaffen braucht > man eher die Kündigungsschutz zu lockern oder?
Auch Zeitarbeitern, denen innerhalb von drei Tagen gekündigt werden kann, hängen die Firmen lieber 50 Wochenstunden an, als noch jemanden einzustellen. Das hat wenig mit dem Kündigungsschutz zu tun und viel damit, sich ums Bezahlen von Überstunden drücken zu können.
inge
-- It is easier to stay out than get out. - Mark Twain === -- Stories, RPG & stuff. === To send me priority mail, replace 'wildwusel' with 'lyorn'.
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 | | From: | Harald M. | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Tue, 11 Jan 2005 07:01:50 +0100 |
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 | inge wrote:
> Ronald J. Bartle wrote: > >>Neben dem klaren Absicht die allg. Löhnniveau zu drucken - gibt es >>sonst was zum 1 Euro- Jobs? Ist daß irgendwie ein überlegtes >>"Antwort" auf dem Globalisierung? So ein Misch aus Staatliche >>Leistung und Hungerlohn? Hab ich irgendwelche Positive Aspekten >>verpennt oder..? > > > IMO ist das sowas wie ABM, nur populisitischer. Die Leute sind für'n > Appel und 'n Ei aus der Arbeitslosenstatistik. > > Wenn ich eine wohltätige Organisation wäre, würde ich auf der Stelle > einen Arbeitslosen einstellen, der sich um meine Katzen kümmert, wenn > ich dafür mehr Geld vom Staat kriege als ich dem Menschan an Lohn zahlen > muß! > > > >>Um Menschen ein Chance ins normalen Arbeitswelt zu schaffen braucht >>man eher die Kündigungsschutz zu lockern oder? > > > Auch Zeitarbeitern, denen innerhalb von drei Tagen gekündigt werden > kann, hängen die Firmen lieber 50 Wochenstunden an, als noch jemanden > einzustellen. Das hat wenig mit dem Kündigungsschutz zu tun und viel > damit, sich ums Bezahlen von Überstunden drücken zu können. > > inge >
Es ist eine neue Leibeigenschaft oder Sklaverei eingefuehrt worden... Die Unternehmer koennen ihre Forderungen nun prima durchdruecken und noch mehr Gewinne ins Ausland schaffen. Zudem ist der 1-Euro-Lohn pro Stunde eigentlich nicht die einzige Entlohnung, sondern man muss die Stuetze dazuaddieren. Aehm- was haltet ihr von dem Vorschlag, dass man Politiker in einem 400-Euro-Job bringen koennte? Bei dieser Qualitaet der dort gebrachten Anwesenheit und Leistung waere das angemessen- oder?!
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 | | From: | Frank Feger | | Subject: | Re: Was hat man mit 1 Euro- Jobs? | | Date: | Wed, 12 Jan 2005 21:21:51 +0100 |
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 | Harald M. schrieb:
> Aehm- was haltet ihr von dem Vorschlag, dass man Politiker in einem > 400-Euro-Job bringen koennte?
Viel! Allerdings wuerden sich die Leute, die in einem solchen Job taetig sind, vermutlich beleidigt fuehlen.
> Bei dieser Qualitaet der dort gebrachten Anwesenheit und Leistung waere > das angemessen- oder?!
Eher als "sehr gut bezahlt" zu bezeichnen, insbesonders in Anbetracht der seltenen Anwesenheit im Parlament. Hat sich eigentlich mal Volker Pispers dieses Themas angenommen?
Gruesse,
F^2
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