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Kammerchorkonzert zum 30. Todestag von Frank Martin

Kammerchorkonzert zum 30. Todestag von Frank Martin  
Michael Aschke
From:Michael Aschke
Subject:Kammerchorkonzert zum 30. Todestag von Frank Martin
Date:Tue, 16 Nov 2004 18:35:12 +0100
Liebe Freunde der a cappella Chormusik:

Zum 30. Todestag des Schweizer Komponisten Frank Martin gibt der
Kammerchor der Universität Karlsruhe am Samstag, 20. November 2004 um 20
Uhr in der evangelisch-methodistischen Kirche in Karlsruhe
(Hermann-Billing Str. 11) ein geistliches Konzert.
Frank Martin wurde am 15.September 1890 in Genf geboren. Als jüngstes
von zehn Kindern wuchs er in einer Familie auf, in der jedes Kind ein
Instrument spielte. Frank erlebte also gleichsam von Geburt an
lebendiges Musizieren in der Familie. Der Vater war Pastor in einer
Gemeinde in der Nähe von Genf und in der Lage, der großen Familie einen
gehobenen bürgerlichen Lebensstandard zu bieten. Frank Martins Wunsch,
Berufsmusiker zu werden, stieß zunächst auf wenig Verständnis. So
studierte er von 1908-1910 zunächst Physik, wendete sich danach aber
doch ganz der Musik zu. Der Unterricht, den er seit dem Jahr 1906 in
Klavier, Musiktheorie und Komposition bei dem Privatlehrer Joseph Lauber
erhielt, blieb seine einzige Unterweisung durch einen Lehrer. Von 1918
bis 1924 lebte er in Zürich, Rom und Paris, kehrte dann nach Genf
zurück, wo er als Musiklehrer tätig war. Von 1943-1946 war er Präsident
des schweizerischen Tonkünstlerverbandes. Von 1950 bis 1957 lehrte er
Komposition an der Musikhochschule in Köln. Mit seiner aus Holland
stammenden dritten Frau Maria zog er 1946 in die Niederlande, wo er bis
zu seinem Tod am 21. November 1974 lebte. Martin zählt zu den
bedeutendsten schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Die Messe
für Doppelchor entstand bis auf das Agnus Dei während Martins
Romaufenthalt in den Jahren 1921 und 1922. Den letzten Teil schrieb
Martin 1926. Dass das Werk erst 1962 uraufgeführt wurde, hat seinen
Grund darin, dass Martin selbst die Messe nie für eine Aufführung
vorgesehen hatte. Für ihn war die Komposition eine sehr persönliche
Auseinandersetzung mit dem Text und Inhalt des katholischen
Messordinariums. Gleichwohl ist die Messe heute eines der
meistgespielten Werke Martins und spricht mit ihrer intensiven, von der
französischen Spätromantik geprägten Tonsprache den Hörer auf sehr
direkte und emotionale Weise an. Neben der Messe von Frank Martin werden
Werke von Max Reger, Zoltan Kodaly, Felix Mendelssohn Bartholdy und
Johannes Brahms aufgeführt. Der Eintritt beträgt 10 € (5 € ermäßigt).
Vorverkaufsstellen sind: Musikhaus Schlaile, Buchhandlung Kellner &
Moessner oder im Internet unter www.uni-karlsruhe.de/˜kammerchor/

Ein Besuch lohnt sich!

i.A.
Michael Aschke
   

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