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 | | From: | Martin Theodor Ludwig | | Subject: | Freudenstadt: 627.0-Abschieds-Sonderfahrt am 04.12. | | Date: | Thu, 02 Dec 2004 22:07:00 +0100 |
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 | Gemäß http://www.bahn.de/pv/view/fahrplan/info/vt627_abschied.shtml findet am kommenden Samstag eine Sonderfahrt zur Verabschiedung der Triebwagenbaureihe 627.0 statt. Offizielle Abfahrtszeit ist 09.50 Uhr in Freudenstadt Hauptbahnhof. Dem Vernehmen nach geht es erst nach Eutingen und dann Schiltach, um als dritten Umkehrpunkt Forbach und gegen 16 Uhr wieder Freudenstadt zu erreichen.
Von dieser Triebwagenbaureihe gab es acht Exemplare[1], die seit Herbst 1985 den größten Teil des Freudenstädter Bahnverkehrs gefahren sind - und ohne die es verschiedenen Behauptungen zufolge vielleicht schon seit etlichen Jahren keinen Zugverkehr mehr in Freudenstadt gäbe. Aber jetzt mit den AVG-Stadtbahnwagen (und demnächst den OSB-Triebwagen) sind die Tage ihres planmäßigen Einsatzes gezählt - vielleicht sieht man sich ...
Bis dann, Martin -- Autoreisezüge in Europa: http://www.autoreisezuege.org
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 | | From: | Frank Seeger | | Subject: | [FDS] Vt627 ausgemustert (was: Freudenstadt: 627.0-Abschieds-Sonderfahrt | | Date: | Fri, 03 Dec 2004 13:37:00 +0100 |
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 | Martin Theodor Ludwig schrieb:
> Gemäß http://www.bahn.de/pv/view/fahrplan/info/vt627_abschied.shtml > findet am kommenden Samstag eine Sonderfahrt zur Verabschiedung der > Triebwagenbaureihe 627.0 statt.
X-Post: ka.verkehr, debm; F'up: debm
Hierzu folgende weitere Informationen des VCD-Keisverbandes Freudenstadt:
> Abschied vom VT 627 > > Am Samstag 4.12.2004 findet eine Abschiedsfahrt für den > Dieseltriebwagen Baureihe VT 627 statt. Im Rahmen der Fahrt werden > alle Strecken des Freudenstädter Sterns, auf denen die Fahrzeuge > fast 20 Jahre im Einsatz waren, befahren. Bis zu 2 700 000 km > Laufleistung haben die letzten drei 627 aufzuweisen. > > Die Fahrt startet um 9.50 in Freudenstadt Hbf am Gleis 2 in > Richtung Eutingen (an 10.19.) Nach Führerstandswechsel Rückfahrt > um 10.25 bis Freudenstadt Hbf an 11.12 und weiter um 11.13 nach > Schiltach an 11.41 und zurück um 12.15 bis Freudenstadt Hbf an > 12.45. Weiterfahrt um 12.48 über Freudenstadt Stadt nach Forbach > (an 14.06).Zurück um 15.09 nach Freudenstadt Hbf an 15.56 Uhr. > > Lokführer wird das Freudenstädter Urgestein Friedel Reinbold sein. > Als Beimann über die Steilstrecke Freudenstadt – Baiersbronn wird > ihm sein Teamleiter Jürgen Letzgus assistieren. Es wird eine > Doppeltraktion eingesetzt. > > Bis zu Fahrplanwechsel am 12.12.04 werden die 627er noch eine > Woche lang im Planeinsatz benötigt. Dies ist der Schülerzug ab > 13.05 nach Schiltach sowie einige weitere Fahrten am Nachmittag > zwischen Hausach und Herrenberg. Letzter Plantag ist Freitag > 10.12.2004. > > Wenn man die graffitti-verschmierten Fahrzeuge sieht, denkt man > eher an den Abgesang der Bahn. In Wirklichkeit ist dieser Baureihe > der Erhalt der Strecke Eutingen – Freudenstadt – Hausach zu > verdanken. Dank Einmannbetrieb - nur mit Lokführer und ohne > Schaffner - war ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Aus > anfänglich vier eingesetzten Fahrzeugen wurden bald 6 Plantage > plus ein Reservetriebwagen in der Werkstatt. Nachfragebedingt > mußten Züge in Doppeltraktion gefahren werden und es wurden auch > mehr Züge als ursprünglich vereinbart, eingesetzt. > > Die Konstruktionsidee stammt aus dem Jahr 1973, als die Ölkrise > die Notwendigkeit eines Schienennahverkehrs auf dem flachen Land > zeigte. Die Bahn fuhr damals auf Nebenstrecken lokbespannte Züge > mit Lokführer, Zugführer und Schaffner. Auch der preiswertere > Schienenbus war schon 20 Jahre alt. > So wurde ein Entwicklungsauftrag für den einteiligen 627 und den > zweiteiligen 628 gegeben. Vom 627 entstanden 8 Prototypen. Dank > 386 PS/284 kW war er sehr spurtfreudig und wurde auch > "Nebenstrecken-TEE" genannt. > Während aus dem Prototyp 628 der Serien-628 entstand, der seit > 1988 auf fast allen Nebenstrecken der DB anzutreffen war, wurde > das Konzept des 627 nicht weiter verfolgt. Sie befuhren Strecken > im Raum Kempten und Braunschweig. > > Als sich dann herauskristallisierte, dass die Bemühungen der > Freudenstädter Aktion Streckenerhalt für den Weiterbestand der > Schwarzwaldbahnstrecke Eutingen – Freudenstadt – Hausach von Erfolg > gekrönt waren, erinnerte man sich bei der Bahn an die Kemptener 627. > Neben der Wirtschaftlichkeit versprachen sie "Laufruhe wegen > Luftfederung und Drehgestellen gegenüber dem mit zwei Achsen > ausgestatteten Schienenbus" (Zitat Vizepräsident Fröchtling von der > Bahndirektion Karlsruhe bei einer Besichtigungsfahrt mit Vertretern > des Wirtschaftsministeriums im Herbst 1984). > > Im April 1985 stimmte dann der Kreisrat einer Vereinbarung mit der > DB über den Fortbestand der Strecke zu. Ein gleiches taten auch die > Landkreise Ortenau und Rottweil. Am 14.9.1985 wurde der Vertrag > feierlich in Freudenstadt ratifiziert. > > Bereits im Juli 1985 besichtigten der damalige Freudenstädter > Bahnhofschef Dieter Kampke und sein Vize Rudolf Meintel die "neuen" > Triebwagen in Kempten. Aufgrund dieser Tour wurde für den > umfangreichen Fahrrad-Wanderverkehr im Kinzigtal ein > Schienenbusbeiwagen zum "Fahrrad-Expreß" umgebaut, der 50 Fahrräder > mitnehmen konnte. Damit man auch schwere Bahn-Expreßgüter einladen > konnte, erhielten alle Bahnstationen besondere Alu-Ladebrücken. > > Im September 1985 waren die ersten 627 in der Werkstatt Tübingen > zur Personalschulung eingetroffen. Per Schnellkurs mussten die > Lokführer nicht nur die Technik des neuen Fahrzeugs, sondern auch > Fahrkartenverkauf und Tarifkenntnisse erlernen. Damals eine echte > Neuerung bei der DB. Aber die Freudenstädter Lokführer wussten, daß > davon ihr Arbeitsplatz abhing. > > Im Januar 1986 führte das BahnZentralAmt Minden Bremsversuche auf > der Steilstrecke zwischen Stadt- und Hauptbahnhof durch, damit > durchgehende Züge vom Freudenstädter Zentrum bis Eutingen und Horb > möglich wurden. Das Problem der Steilstrecke liegt weniger an der > Traktionsleistung. Schlimmstenfalls bleibt der Zug am Berg hängen > und fährt nicht weiter. Vielmehr muß das Fahrzeug für die Talfahrt > eine sichere zusätzliche Bremse haben, weil die normalen Bremsen > heiss werden und der Zug nicht mehr sicher anhalten kann. > > Neben Doppeltraktionen für Schüler-, Wanderer- oder Radlergruppen > wurden Züge teilweise auch geflügelt: Ein Triebwagen fuhr z.B. > Eutingen - Stadtbahnhof und der andere Eutingen – Hausach. > > Weniger glücklich waren Einsätze bis Karlsruhe oder Böblingen, > weil im Ballungsgebiet die Sitzplatz-Kapazität der Triebwagen > nicht ausreichte. > Wenig erfreulich waren auch die Attacken der Graffitikünstler. > Das teure Entfernen brachte meist nicht viel, weil die Übeltäter > kurz darauf wieder aktiv wurden. > > Nachdem Fahrzeuge bei Unfällen (Erdrutsch, Zusammenprall mit > ausländischem Lkw) irreparabel beschädigt wurden, kamen verstärkt > die größeren VT 628 zum Einsatz. Sie waren komfortabler und boten > ein größeres Sitzplatzangebot bei annähernd gleichen Kosten. > So blieb den VT 627 zuletzt überwiegend der Pendelverkehr zwischen > Stadt- und Hauptbahnhof > > Der 627 hatte zwar Macken, die auf den Prototypstatus zurückzuführen > ist. In der Hand eines erfahrenen Lokführers war er jedoch zuverlässig. > > Ab 12.12.04 werden die 627 infolge neuer Verkehrskonzepte im Raum > Freudenstadt (AVG, DB Regio Württemberg und OSB) entbehrlich.
-- Frank Seeger, Freudenstadt/D frankfseeger@spamfence.net http://www.alpi-ticinesi.de/
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