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Filmkritik: Verrückte Weihnachten

Filmkritik: Verrückte Weihnachten  
Tuvok
 Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten  
Susanne Gundhacker
 Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten  
Peter Horny
 Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten  
mustaki
From:Tuvok
Subject:Filmkritik: Verrückte Weihnachten
Date:Sat, 18 Dec 2004 23:03:55 GMT
Ich bin froh wenn Weihnachten kommt, da ist alles so schön ruhig, nur ein
bißchen Stress ist hin und wieder so 20 Stunden am Tag zu spüren, ein paar
Millionen Leute sind grantig und böse aufeinander weil sie doch nicht die
gewünschten Diamanten oder sonstige blöden wertlosen Klunkersteine bekommen,
und jeder versucht ein grauslich schönes Gesicht aufzusetzen, damit der
andere einfach froh ist, und so auch bei der Familie Kranks.



LUTHER KRANK (Tim Allen) ist Anwalt, er könnte eigentlich schon Partner
seiner Anwaltskanzlei sein, aber wahrscheinlich ist er viel zu freundlich
und zu wenig ein Arschkriecher. Er ist ein ruhiger netter Mensch, hat aber
eine böse Entdeckung gemacht, denn 2003, zu Weihnachten als die Tochter
BLAIR noch zu Hause war in der Kleinstadt wo sie leben, hatte die Familie
Krank für alles, also Party, wie jedes Jahr, Dekoration, Figuren, Lampen,
Geschenke und was weiß ich, sage und schreibe 6.132 US $ ausgegeben, und
darum macht sich jetzt LUTHER ein paar Gedanken was er machen könnte um dem
Stress zu entkommen und nicht so viel Geld ausgeben zu müssen, doch bevor er
diesen Gedanken noch fassen kann, schickt ihn seine Frau NORA (Jamie Lee
Curtis) in ein Geschäft weiße Schokolade zu holen, und er wird dabei nass,
sehr nass, da es schüttet wie aus allen Wolken.



Zu Hause denkt er sich eben den Plan aus seine Frau mit in die Karibik zu
nehmen auf eine Kreuzfahrt die 3.000 US $ kostet, und überredet seine Frau
mit zu fahren die erst gar nicht begeistert ist, aber als er verspricht
wegen Ihr dem Kinderkrankenhaus und den Obdachlosen 600 US $ wie jedes Jahr
zu spenden, sagt sie zu und freut sich.



Er will eigentlich total alles ausfallen lassen, kein Weihnachtsfest mehr,
wozu auch, er will am 25.12.2004 in die Karibik für 10 Tage fahren und hat
auch schon die 3.000 US $ billige Reise gebucht. Nun ja für ihn ist es halt
billig, billiger als Weihnachten, und da ja Tochter BLAIR in Peru ist,
können die 2 endlich nach 23 Jahren zu Weihnachten das erste Mal Urlaub
machen, und so läßt er auch im Büro verlautbaren das er keine Geschenke will
und niemanden was schenkt, was ihm den Spitznamen eines Geizhalses
einbringt.



Er hat aber nicht mit dem leicht bösartigen Nachbarn und fast Bürgermeister
VIC FROHMEYER (Dan Aykroyd) gerechnet, seiner Paarungswilligen Frau, seinen
5 Kindern, wovon SPIKE der bösartigste ist, da er die ganze Stadt, also die
Jugendlichen in der Straße, einige davon, aufbringt, das sie entweder vor
der Familie demonstrieren oder dauernd lauthals schreien, das LUTHER endlich
seinen Frosty den Schneemann befreien sollen.



Nun für Nichtamerikaner, und Nicht materialisierte Menschen die noch den
wahren Sinn des Weihnachtsfestes kennen, hier die Erklärung. Was anmutet wie
"Meine teuflischen Nachbarn" und "Eine Schöne Bescherung" ist auch ungefähr
so. Denn alle haben alles geschmückt, mindestens 10.000 Lampen haben die
meisten auf den Häusern drauf, einen 2 Meter großen Schneemann, der aus
Hartplastik oder so einem Porzellanähnlichen Stoff ist, wird auf den
Schornstein gehievt, eine alte Tradition, falls doch der Weihnachtsmann
kommt, das er sieht es sind brave Leute dort unten, die verdienen sich ein
paar schöne Kriegsspielzeuge zu Weihnachten.



Geschmückt werden Bäume mit Unmengen an Lametta und Kugeln, mehr als ein
ganzes Möbelhaus in der Werbung in den Schaufenstern hat. Und da es nicht
schneit sind alle traurig, weil das gehört schon dazu, doch noch was kommt,
BLAIR ruft an, das sie mit Ihrem Freund ENRIQUE aus Peru her gekommen ist,
und in Miami wartet, und schon früher heim fliegt zu Ihnen, und sie heute am
24.12.2004, um 20:30 Uhr abends besuchen will, und natürlich sagt NORA
sofort ab, und LUTHER der nicht will, der in die Karibik will, sagt nichts,
denn er ist grantig, und möchte am liebsten seine Familie in die nächste
Kanalisation verwünschen.



Die ganze Zeit davor, 6 Wochen vorher hat er den Urlaub geplant, nun das,
sogar im Sonnenstudio waren sie schon, schöne Dinge kaufte er, und gepackt
hat er und die Verwandten hat er alle wie die Sternsinger abblitzen lassen,
das kein Weihnachten gefeiert ist und er hat sich den Zorn der Leute zu
gezogen, und jetzt will seine Frau doch feiern? Und noch dazu fehlt ganz was
wichtiges, ein Honig Schinken den es aber leider nirgends mehr gibt, den
BLAIR von Ihren Eltern als selbstverständlich erbittet, Ihre
Lieblingsspeise, und eine ganze Menge mehr, und nun müssen sie in einigen
Stunden alles planen.



Was blöd ist, WALT SCHEEL (M.Emmett Walsh) haßt LUTHER und war auch ein
bißchen beteiligt über einen Zeitungsbericht im hiesigen Blatt, und seine
Frau ist noch dazu krebskrank, Polizeioffizier SALINO (Cheech Marin) und
Kollege TREEN (Jake Busey) sind auch noch mit von der Partie und wollen
LUTHER verhaften.



Klingt ja ganz passabel für 98 Minuten oder? Nun ich fand den Film anfangs
sehr langweilig und ich wunderte mich was der Regisseur Jim Roth aus dem
Buch "Das Fest" von John Grisham gemacht hat. Das Buch ist leider nicht sehr
gut gewesen, kein Klassiker wie fast sonst alles von Grisham, dafür ist der
Film aber sehr liebenswürdig, aber der Hälfte her.



Gestört hat mich das ganze amerikanische Herumgetue, das war mir etwas zu
viel, viel zu viel materialistisch, und es war irgendwie wie ein Disneyfilm,
einfach liebenswürdig das ganze, einfach nett, ohne Sex, einfach so ein
realistischer Kinderfilm. Und man sieht Jamie Lee Curtis mit einem engen BH
und Ihren Mördermöpsen. Die Alte hätte ruhig als Mädchen in einem Russ Meyer
Film mitspielen können.



Tim Allen paßt hervorragend in die Rolle des Luther. Er ist viel besser
meiner Meinung nach als Handwerkerkönig Tim Taylor aus der Serie "Hör mal
wer da hämmert", die hat mir überhaupt nicht gefallen, hier im Film ist er
wirklich wunderbar, hat so ein herrliches knautschiges Gesicht, ist nicht so
übertrieben reich, oder blöd, oder lustig, sondern einfach ernst, und hat
auch seine traurigen Seiten. Sicher spielt er nicht besonders gut, halt wie
ein Comedystar der gerade nach einer Serie in einem Film auftritt, doch er
paßt, und das wie die Faust aufs Auge, auf Jamie Lee Curtis natürlich deren
Synchronstimme nicht so gut ist und zu Ihrem toughen Aussehen paßt, aber
dafür zu Ihr als ganze Person.



Sie spielt nämlich die Rolle eine sich freuenden Mutterglucke, so richtig
Frau, die Ihre Tochter lange nicht gesehen hat und am liebsten einen Sherman
Panzer fressen könnte, weil sie nach Ihrer Tochter Sehnsucht hat. Der Film
ist natürlich klischeehaft, der Mann hat die Entscheidung, das Frauchen ist
das etwas dumme einfache Wesen, das nichts zu sagen hat, einfach
realistisch, nur gibt es ja heut zu Tage keiner zu, und wer weiß, es sehen
sich vielleicht 99 % der Frauen nach so einer Rolle, nicht nur 2 % der
Frauen, und die sind zu 100 % Taubstumm, blind, gelähmt und blöd.



Dan Aykroyd als steriler Kindesvater, mit dem Hang zu Weihnachten als
wichtiges Partyfest hat gut reingepaßt ins Bild, und er spielt auch den
überlegenen Typen der nicht versteht wie man wie Luther Weihnachten
boykottieren kann, das Buch ist übrigens anders. Unrealistisch fand ich
seinen Haß gegenüber Luther der nicht Weihnachten feiern wollte, und die
Zeitungsannonce auf der Seite 1, weil er nicht Weihnachten feiern wollte,
und die Anfeindungen der Bürger, denn heut zu Tage kümmert sich doch keine
Sau darum was passiert mit dem Nachbarn, Kleinstadtleben hin oder her, und
wer wann wieso auf Urlaub fährt, ist doch eigentlich eh jedem egal.





Es gibt in letzter Zeit sehr viele Weihnachtsfilme, wie "Bad Santa", und ich
finde der Film hat auch Ähnlichkeiten wie "Freaky Friday" der war auch so
mütterlich und väterlich zu gleich. Es ist einfach eine nette Unterhaltung
die bis zur Hälfte langweilig ist, am Ende eine sehr gute Message hat, wenig
Spaß also Slapstick zu bieten hat, aber zu unterhalten weiß und eigentlich
wie ein Disney Film ist, der aber für die ganze Familie geeignet ist, auch
wenn er ein bißchen unrealistisch ist.



85,99 von 100
From:Susanne Gundhacker
Subject:Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten
Date:Mon, 20 Dec 2004 10:42:20 GMT
Tuvok wrote:

> 85,99 von 100

Das erinnert mich an einen Spruch, den ich neulich gehört hab: "Ihr
Intelligenzquotient ist wohl 2-stellig, aber mit einem Komma in der Mitte"
*g*

susanne
From:Peter Horny
Subject:Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten
Date:19 Dec 2004 10:30:14 GMT
"Tuvok" schrieb:

> Ich bin froh wenn Weihnachten kommt, da ist alles so schön ruhig,
> nur ein bißchen Stress ist hin und wieder

Woher willst du wissen, was Stress ist?

> so 20 Stunden am Tag zu spüren

Die restlichen 4 Stunden hockst du im Kino?
From:mustaki
Subject:Re: Filmkritik: Verrückte Weihnachten
Date:Sun, 19 Dec 2004 11:15:53 +0100

"Tuvok" schrieb im Newsbeitrag
news:vH2xd.17467$NS3.2450@news.chello.at...
> Ich bin froh wenn Weihnachten kommt, da ist alles so schön ruhig, nur ein
> bißchen Stress ist hin und wieder so 20 Stunden am Tag zu spüren, ein paar
> Millionen Leute sind grantig und böse aufeinander weil sie doch nicht die
> gewünschten Diamanten oder sonstige blöden wertlosen Klunkersteine
> bekommen, und jeder versucht ein grauslich schönes Gesicht aufzusetzen,
> damit der andere einfach froh ist, und so auch bei der Familie Kranks.
>der Rest "SNIPP"

Deine Bemerkungen zum Weihnachtsfest erinnern mich stark ein diesen
komischen Zettelkleber, diesen Seethaler, in den U-Bahn Stationen, der
schreibt auch nur wirres sinnloses Zeug
Aber wie sagte schon mal ein Vater in der Fernsehwerbung für ein Knäckebrot
!
"Wann wird mei Bua endlich erwachsen?" , das dürfte wohl auch Tuvok´s Papi
täglich stöhnen !
   

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