knowledge-database (beta)

Current group: oesterreich.tuvok

Filmkritik: Mann unter Feuer

Filmkritik: Mann unter Feuer  
Tuvok
 Re: Filmkritik: Mann unter Feuer  
Toni Grass
 Re: Filmkritik: Mann unter Feuer  
Peter Horny
From:Tuvok
Subject:Filmkritik: Mann unter Feuer
Date:Sun, 23 Jan 2005 10:39:07 GMT
Mexiko, 2004. Täglich verschwinden Menschen spurlos, sie werden entweder
tot oder gar nicht aufgefunden. Eine Welle der Entführungen überflutet
Mexiko City. In 6 Tagen sind 24 Kinder entführt worden. Die Spur führt
meistens ins Leere.



Eines Tages holt RAYBURN (Christopher Walken) seinen Freund CREASY (Denzel
Washington) nach Mexiko City, da er weiß das sein Freund aus der Zeit des
Militärdienstes einen Job sucht, kein Geld hat und ein Trinker ist. CREASY
hat hier die Chance seines Lebens, seine verkorkste Existenz wieder
aufzubauen, und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, so denkt RAYBURN.



Als CREASY erfährt das er für eine reiche Familie den Bodyguard spielen muß,
ist er nicht gerade begeistert. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter der
unehrenhaft entlassen wurde wegen einigen Delikten, muß aber annehmen da er
dringend Geld braucht.



Seine Klientin ist die 10 Jährig PITA RAMOS (Dakota Fanning), deren Vater
SAMUEL und Mutter LISA ganz oben in der Geschäftswelt mitspielen. Allerdings
auf ehrliche Weise, was bei der Familie RAMOS immer ein wichtiger Beisatz
war. PITA ist ein ziemlich altkluges Mädchen, sie ist gewandt, weiß mit
Ihrer Intelligenz gut umzugehen, und macht meistens das was andere erst
denken schon vorher, und ist auch eine sehr gute Schülerin.



Entgegen den Erwartungen von RAYBURN der weiß das CREASY nichts mit Kindern
am Hut hat, gewöhnt er sich sehr an den Umgang mit PITA die er jeden Tag mit
dem Auto in die Schule bringt und abholt, genauso wie PITA die sich von ihm
im Schwimmen unterrichten läßt, da sie einige Schwierigkeiten hat und bei
der kommenden Meisterschaft gewinnen möchte, was sie auch mit Bravour
schafft, während die Eltern in den USA sind.



Eines Tages als CREASY sie zum Klavierunterricht bringt, fällt ihm wieder
das Auto auf das er schon seit einigen Tagen gesehen hat, und schaltet
schnell, er will PITA abholen, doch sie wird von Polizisten entführt, CREASY
selbst schwer verletzt, und nur mit Mühe überlebt er, dank seinem Freund
RAYBURN kann er auch sicher sein das sein Plan in der Zukunft in die Tag
umgesetzt wird. Die Täter allesamt zur Strecke zu bringen. Er wird zur
Kampfmaschine, nichts und niemand kann sich ihm in den Weg setzen.



Vielleicht kann nur jetzt noch eine Person ihn retten und das ganze
Unternehmen das sich CREASY ausgedacht hat, die Zeitungsreporterin MARIANA
(Rachel Ticotin).



Dieser unglaublich spannende 140 Minuten lange Thriller von Regisseur Tony
Scott ist meiner Meinung nach am Anfang sehr langweilig, auch wenn es gut
umgesetzt wird das ein sehr gut agierender saufender Denzel den
Kinderhassenden Geheimdienstagenten spielt der einen Auftrag annimmt den er
nicht mag, und sich dann ändert, doch sind einige Szenen wirklich zu viel
oder übertrieben kitschig. Vielleicht nicht so ganz kitschig, aber dafür ein
bißchen langweilig.



Man sieht z.B nie wie er Pita richtig nicht leiden kann, sondern nur ein
bißchen seine Art wie er sich Ihr gegenüber verhält, aber das er jetzt mit
seinem besten Freund Rayburn spricht, das ist nicht der Fall, man sieht ihn
trinken, aber nicht saufen, er wirkt gar nicht wie ein Alkoholiker und
Mutter Ramos sollte die liebende Mutter spielen, ist es aber nicht.
Jedenfalls nicht so wie ich es mir vorstelle, so eine Mischung zwischen
Mutterglucke, Lassie und Flipper, aber dafür spielt der Vater recht gut, der
mir vorkommt wie ein Drogenkurier, obwohl er keiner ist, aber das dürfte
wohl an dem südländischen Einschlag liegen.



Der Roman ist ursprünglich von einem gewissen A.J.Quinnell ein Pseudonym das
bis heute nicht bekannt ist. Im Jahr 1980 hat der Gründer und Eigentümer der
Filmfirma Regency die Rechte an diesem Roman gekauft. Arnold Milchan heißt
er und ist erst so gegen 1983 an den Regisseur rangetreten der gerade den
Film "The Hunger" und hat ihn versucht zu überzeugen das es ein gutes Skript
ist.



Irgendwann kam dann der Drehbuchautor Brian Helgeland dazu der das Skript
schrieb. Der Film kommt mir so vor wie der Film "Punisher" oder auch ein
bißchen wie "Traffic". Gedreht wurde dann in Brasilien, Guatemala und
Mexiko.



Zu erwähnen ist auf alle Fälle die gute Kameraarbeit die nie wackelt oder
irgendwie so wirkt als wäre ein Laie daran beteiligt, nur eines hat mich
sehr gestört, der Film hat in einigen Rückblenden die so computergeneriert
verändert aussahen, wie mit einer 16 mm Kamera gedreht versucht dadurch
spannend zu sein oder eine Spannung aufzubauen, damit man viele Szenen in
kurzer Zeit und realistisch sieht, was meiner Meinung nach aber nicht
gelungen ist.



Dakota Fanning, die eine wirklich gute Schauspielerin ist, wirkt eigentlich
wie eine erwachsene Frau, nicht nur weil man ihr ansieht, das sie einen
Instinkt für eine gewisse Sache hat, und man kann ja nachlesen das sie auch
in Wirklichkeit ein intelligenter nachdenklicher Mensch ist, sondern auch
weil sie Ihre Rolle, und das ist eher für den Zuseher wichtig, sehr gut und
sehr ernst spielt. Man sieht das sie keine Schwierigkeit hat Ihre Rolle zu
spielen, und sie hat auch als Schauspielerin nicht so ewig lange
Vorbereitungszeiten gebraucht wie vielleicht andere. Diese Frau sollte
Microsoft leiten wenn sie mal erwachsen wird.



Außerhalb des Drehs verbrachte sie viel Zeit mit Ihren Filmeltern um ein
Gefühl für Familie zu kriegen, und lernte auch ein bißchen Klavierspielen
und spanisch sprechen, während sich Denzel dazu entschloss von einem
ausgebildeten Bodyguard etwas Unterricht zu nehmen, was ihm recht gut getan
hat, aber da er ja der einzige ist konnte er nicht gegen andere punkten was
ich schade fand, denn Dakota spielt auf alle Fälle besser in einigen Szenen
als Denzel.



Mexiko City ist in echt auf Platz 3 der Weltrangliste wenn es um
Entführungen geht, und nicht aus dem Grund ist die Stadt bekannt geworden
sondern auch wegen den 25 Millionen Einwohnern bald.

In dieser Stadt zu drehen ist recht schwierig, und das noch dazu mit 50
Autos die alles mögliche herumtransportieren, da der Verkehr in der Stadt zu
den schlimmsten der Welt zählt, und dann ist noch verwunderlich das hier
nicht so viele Verkehrsunfälle passieren obwohl viel weniger Verkehrszeichen
sind als bei uns in westlichen zivilisierten Städten.



Einige Szenen sollte noch dazu sehr echt aussehen, also nahmen sie
Handkameras, wie bei den Stummfilmen früher und verlangsamten Bewegungen
oder beschleunigten sie, dann haben die noch einen Umkehrfilm verwendet um
die Farben noch kräftiger zu machen, und dann haben sie noch
Mehrfachbelichtungen geschaffen, und zwar mit dem Trick das sie das Material
bis zu 3 x belichtet haben. Die haben ncoh dazu Panavision XL Kameras
verwendet, und sogar 16 mm Kameras, nur das ganze ist zwar ein gutes
Ergebnis doch in einigen Szenen sind die ganzen Aufwände meiner Meinung nach
total unnötig.



Mit mehreren Handkameras wurde gleichzeitig gedreht, damit es eine visuelle
größere Wirkung gibt. Für die schwierige Beleuchtung mussten sie die Kameras
alle auf einer bestimmten Hauptachse halten, was sicher nicht sehr einfach
ist, dadurch wurden einige Szenen einfach realistischer. Und es gibt hier
auch einen Vorteil bei der Schwierigen Drehweise, man kann aus verschiedenen
Blickwinkeln filmen, und zwar so wie es gerade passiert, ohne
Nachbearbeitung.



Aber auch wenn der Film gut war, wie ich ihn finde, hat mich doch einiges
gestört, die ewigen nervenden Texteinblendungen die wohl die Wichtigkeit
einer bestimmten Sache erklären soll, wo oft auch das Bild kurz eingefroren
wurde, das fand ich nicht gut. Schön dagegen fand ich wieder das der Film
hier mit Lynchjustiz sehr einfach umgeht, als wäre es das normalste auf der
Welt, nicht weil ich ein Lynchjustizer bin und das Parlament in die Luft
sprengen könnte und würde, wenn ich dafür Geld kriegen würde, vielleicht
halt, sondern weil es im nervigen Hollywood mal was neues ist so was zu
sehen ohne das sich darüber wer aufregt, und das ist schon seit einiger Zeit
so, früher fast undenkbar.



Schön war in dem Film das eigentlich nicht das abschlachten im Vordergrund
steht sondern die Beziehung zwischen Mann und Kind und deshalb gibt's auch



90 von 100
From:Toni Grass
Subject:Re: Filmkritik: Mann unter Feuer
Date:23 Jan 2005 11:52:27 GMT
Tuvok wrote:
> Mexiko, 2004. Täglich verschwinden Menschen spurlos, sie werden entweder
> tot oder gar nicht aufgefunden. Eine Welle der Entführungen überflutet
> Mexiko City. In 6 Tagen sind 24 Kinder entführt worden. Die Spur führt
> meistens ins Leere.

[....]
> 90 von 100

Scheiße. Hat man 'der Söldner' jetzt so verhunzt... :-(

Toni
--
I am root. If you see me laughing you better have a backup.
From:Peter Horny
Subject:Re: Filmkritik: Mann unter Feuer
Date:23 Jan 2005 10:55:31 GMT
"Tuvok" schrieb:

> Der Roman ist ursprünglich von einem gewissen A.J.Quinnell ein
> Pseudonym das bis heute nicht bekannt ist.

Doch, es ist bekannt. Das Pseudonym ist A.J.Quinnell.

> Schön war in dem Film das eigentlich nicht das abschlachten im
> Vordergrund steht sondern die Beziehung zwischen Mann und Kind und
> deshalb gibt's auch
>
>
>
> 90 von 100

Und was sagt die Feundin dazu? Durfte sie diesmal nicht mit ins Kino,
weil sie zu wenig Luft hatte?
   

Copyright © 2006 knowledge-database   -   All rights reserved