|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 17 Nov 2004 19:47:00 +0100 |
|
|
 | Hallo,
Ich habe ein kleines Problem mit einer Aufgabe. An sich ist die Aufgabe einfach. Sie lautet:
Leite ab und vereinfache. f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4
mit dem Ableiten hab ich auch keine Probleme nur mit dem Vereinfachen bewege ich mich im Kreis:
Zum leichter Nachvollziehen hier alle Ableitungen: u=3x² => u'=6x v=(1/4*x+1)^4 => v'= (1/4*x+1)^3 nach (u·v)'=u'·v+u·v' folgt:
f'(x)=6x(1/4*x+1)^4+3x²(1/4*x+1)^3 nun wie vereinfachen? ... Idee: 3x(1/4*x+1)^3 ausklammern: f'(x)=3x(3/2*x+2)·(1/4*x+1)^3 bzw. f'(x)=6x(3/4*x+1)·(1/4*x+1)^3 wenn man der Schönheit wegen den Faktor vor dem x in den ersten Klammern noch auf Viertel bringen möchte. - Ist das schon alles?? Ist dies das Endergebnis oder lässt sich da noch was machen? Irgendwie hab ich das Gefühl, die gesuchte Vereinfachung läge möglicherweise in dem geschickten Zussammenfassen zu etwas wie f'(x)=(ax+b)*(1/4x+1)^4 + C. Ich hab mir schon den ganzen Nachmittag 'nen Wolf gerechnet, doch was ich auch versucht habe, ich komm einfach nicht weiter und dreh mich beim Rechnen im Kreis und komme immer wieder zurück auf die Ausgangsgleichung : f'(x)=6x(1/4*x+1)^4+3x²(1/4*x+1)^3
Wo liegt hier der Kniff? Ist f'(x)=3x(3/2*x+2)·(1/4*x+1)^3 bzw. f'(x)=6x(3/4*x+1)·(1/4*x+1)^3 wirklich soviel einfacher als f'(x)=6x(1/4*x+1)^4+3x²(1/4*x+1)^3 , oder gibt's da irgendwo einen Trick, was man zum Vereinfachen da noch machen kann?
Gruß Simon
-- "Bildung ist der lustvolle Umgang mit Phänomenen des Geistes." Peter Sloterdijk, Philosoph
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 00:48:30 +0100 |
|
|
 | Am Wed, 17 Nov 2004 19:47:00 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> Hallo, > > Ich habe ein kleines Problem mit einer Aufgabe. > An sich ist die Aufgabe einfach. Sie lautet: > > Leite ab und vereinfache. > f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4
macht: 6x((1/4)x+1)^4+3x²((1/4)x+1)^3
noch einfacher geht kaum oder mein Computer hat geschummelt :-)
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 21:46:32 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb: > Am Wed, 17 Nov 2004 19:47:00 +0100 schrieb Simon Steinberger: > > > Hallo, > > > > Ich habe ein kleines Problem mit einer Aufgabe. > > An sich ist die Aufgabe einfach. Sie lautet: > > > > Leite ab und vereinfache. > > f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 > > macht: > 6x((1/4)x+1)^4+3x²((1/4)x+1)^3 > Na wenn's weiter nichts ist ... das hab ich ja auch raus.
Gruß & Danke Simon
-- Es gibt 10 Arten von Menschen: Die, die Binärzahlen verstehen, und die, die nicht damit umgehen können.
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 18 Nov 2004 22:03:36 +0100 |
|
|
 | Am Thu, 18 Nov 2004 21:46:32 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Peter Niessen" schrieb: >> Am Wed, 17 Nov 2004 19:47:00 +0100 schrieb Simon Steinberger: >> >>> Hallo, >>> >>> Ich habe ein kleines Problem mit einer Aufgabe. >>> An sich ist die Aufgabe einfach. Sie lautet: >>> >>> Leite ab und vereinfache. >>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >> >> macht: >> 6x((1/4)x+1)^4+3x²((1/4)x+1)^3 >> > Na wenn's weiter nichts ist ... > das hab ich ja auch raus.
Da bin ich aber glücklich das Mupad sich nicht vertan hat :-) Ansonsten: Mupad ist der ultimative Tipp für Schüler!
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- | -*_O- Cunning Pike With Black Eye
|
|
 | | From: | Daniel Gutekunst | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Sun, 21 Nov 2004 00:46:12 +0100 |
|
|
 | Simon Steinberger wrote:
> Leite ab und vereinfache. > f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4
f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3
MfG Daniel Gutekunst
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 |
|
|
 | "Daniel Gutekunst" schrieb > Simon Steinberger wrote: > > > Leite ab und vereinfache. > > f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 > > f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 > Ja so sieht das viel schöner aus, als wenn man auf halbem Wege bei f'(x)=3x(3/2*x+2)(1/4*x+1)^3 bzw. f'(x)=6x(3/4*x+1)(1/4*x+1)^3 schon schlappmacht. ;-)
> MfG > Daniel Gutekunst
Danke Simon
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 18:21:02 +0100 |
|
|
 | Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Daniel Gutekunst" schrieb >> Simon Steinberger wrote: >> >>> Leite ab und vereinfache. >>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >> >> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 >> > Ja so sieht das viel schöner aus, > als wenn man auf halbem Wege bei > f'(x)=3x(3/2*x+2)(1/4*x+1)^3 > bzw. f'(x)=6x(3/4*x+1)(1/4*x+1)^3 > schon schlappmacht. ;-) > >> MfG >> Daniel Gutekunst
Dann könntest Du ja noch einen Schritt weitergehen: Daniel hat es ja schon fast gemacht. Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren.
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen -- ____ ____ | @ @| "Oh, I think we need a neue Flasche" |o|o | X| _|_|X X|_|_ |X [##V#] MIST |_|__|
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb > Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: >> "Daniel Gutekunst" schrieb >>> Simon Steinberger wrote: >>> >>>> Leite ab und vereinfache. >>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >>> >>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 >> > Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren.
Da komm ich jetzt nicht ganz mit, denn "ein Linearfaktor ist ein Term, in dem die Funktionsvariable x nur in einfacher Potenz vorkommt, also vom Grad 1. Allgemein: a*x+b" Wie soll ich hier was weiter in _Linearfaktoren_ zerlegen? Die Funktionsvarable x ist doch bereits in allen Faktoren nur in erster Potenz vorhanden. Linearer geht's doch wohl nicht?
Gruß Simon
-- Eine mathematische Wahrheit ist an sich weder einfach noch kompliziert, sie ist. (Émile Lemoine)
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 22:40:44 +0100 |
|
|
 | Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Peter Niessen" schrieb >> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: >>> "Daniel Gutekunst" schrieb >>>> Simon Steinberger wrote: >>>> >>>>> Leite ab und vereinfache. >>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >>>> >>>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 >>> >> Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren. > > Da komm ich jetzt nicht ganz mit, denn > "ein Linearfaktor ist ein Term, in dem die > Funktionsvariable x nur in einfacher Potenz > vorkommt, also vom Grad 1. Allgemein: a*x+b" > Wie soll ich hier was weiter in _Linearfaktoren_ > zerlegen? Die Funktionsvarable x ist doch bereits > in allen Faktoren nur in erster Potenz vorhanden. > Linearer geht's doch wohl nicht?
Nicht so ganz :-) Multiplizere den ganzen Kram mal aus! Was macht das? Ein Polynom! Und genau das kannst Du als Produkt(x+a)(x+b)(x+c)(x+d)(x+e)... (Das sind Linearfaktoren!)schreiben! Nennt sich Fundamentalsatz der Algebra. Heisst das geht immer! Wenn du nun nicht weisst wie man die Faktoren findet: Antwort gebe ich gerne. Die meisten Faktoren "sieht" man bei der Aufgabe eigentlich sofort :-)
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen -- ###### "Warum musste ich überhaupt diese ____ ##o#o# blöde Maske tragen?" |o|o | X######X MIST X|_|_ |X |__|_| >Weil's cool aussieht!< |_|__|
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 23:14:58 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb im Newsbeitrag news:1fftk5hpbk6u3$.15ne1wxtdtd7p$.dlg@40tude.net... > Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger: > > > "Peter Niessen" schrieb > >> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>> "Daniel Gutekunst" schrieb > >>>> Simon Steinberger wrote: > >>>> > >>>>> Leite ab und vereinfache. > >>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 > >>>> > >>>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 > >>> > >> Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren. > > > > Da komm ich jetzt nicht ganz mit, denn > > "ein Linearfaktor ist ein Term, in dem die > > Funktionsvariable x nur in einfacher Potenz > > vorkommt, also vom Grad 1. Allgemein: a*x+b" > > Wie soll ich hier was weiter in _Linearfaktoren_ > > zerlegen? Die Funktionsvarable x ist doch bereits > > in allen Faktoren nur in erster Potenz vorhanden. > > Linearer geht's doch wohl nicht? > > Nicht so ganz :-) > Multiplizere den ganzen Kram mal aus! > Was macht das?
das macht f'(x)= 3/128 x (3x^4+40x^3+194x^2+384x+256) und mir ist immer noch nicht logisch klar, wie man diese Klammer nun in andere Faktoren als das Produkt aus (3x + 4)·(x + 4)·(x + 4)·(x + 4) aufspalten können soll, denn die Zerlegung eines Produktes in (Prim)Faktoren ist doch (bis auf die Reihenfolge natürlich) eindeutig.
Mach mich mal schlauer...
> Die meisten Faktoren "sieht" man bei der Aufgabe eigentlich sofort :-) Ja, (x+4), ne?
Gruß Simon
-- "Bin schon da", sprach der Hase zum Igel! Mein Name ist Igel, ich weiß nix.
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 22 Nov 2004 23:38:11 +0100 |
|
|
 | Am Mon, 22 Nov 2004 23:14:58 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Peter Niessen" schrieb im Newsbeitrag > news:1fftk5hpbk6u3$.15ne1wxtdtd7p$.dlg@40tude.net... >> Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger: >> >>> "Peter Niessen" schrieb >>>> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: >>>>> "Daniel Gutekunst" schrieb >>>>>> Simon Steinberger wrote: >>>>>> >>>>>>> Leite ab und vereinfache. >>>>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >>>>>> >>>>>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 >>>>> >>>> Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren. >>> >>> Da komm ich jetzt nicht ganz mit, denn >>> "ein Linearfaktor ist ein Term, in dem die >>> Funktionsvariable x nur in einfacher Potenz >>> vorkommt, also vom Grad 1. Allgemein: a*x+b" >>> Wie soll ich hier was weiter in _Linearfaktoren_ >>> zerlegen? Die Funktionsvarable x ist doch bereits >>> in allen Faktoren nur in erster Potenz vorhanden. >>> Linearer geht's doch wohl nicht? >> >> Nicht so ganz :-) >> Multiplizere den ganzen Kram mal aus! >> Was macht das? > > das macht f'(x)= 3/128 x (3x^4+40x^3+194x^2+384x+256)
Nö! Wenn schon gründlich! der Faktor 3/128x muss auch eingerechnet werden!
> und mir ist immer noch nicht logisch klar, wie man diese > Klammer nun in andere Faktoren als das Produkt aus > (3x + 4)·(x + 4)·(x + 4)·(x + 4) aufspalten können soll, > denn die Zerlegung eines Produktes in (Prim)Faktoren > ist doch (bis auf die Reihenfolge natürlich) eindeutig. > > Mach mich mal schlauer... > >> Die meisten Faktoren "sieht" man bei der Aufgabe eigentlich sofort :-) > Ja, (x+4), ne?
Ja doch! Der Faktor (x+4) kommt ja wie die Gleichung sagt dreimal vor. Aber: 3/128 x (3x + 4) das macht: (9/128 x^2 + 3/32 x) Das kannst Du genauso zerlegen, und dann bist du fertig! Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet :-)
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- _p_p q_q_ | _|_| "Ich hab keine Ahnung. |_|_ | X| | |X Ich will es nicht! X| | |X |_o|o| Mach, dass es aufhört!" MIST |o|o_|
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Tue, 23 Nov 2004 00:17:02 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb im > Am Mon, 22 Nov 2004 23:14:58 +0100 schrieb Simon Steinberger: > > "Peter Niessen" schrieb im Newsbeitrag > >> Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>> "Peter Niessen" schrieb > >>>> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>>>> "Daniel Gutekunst" schrieb > >>>>>> Simon Steinberger wrote: > >>>>>> > >>>>>>> Leite ab und vereinfache. > >>>>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 > >>>>>> > >>>>>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 > >>>>> > >>>> Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren. [...] > > 3/128 x (3x + 4) das macht: > (9/128 x^2 + 3/32 x) > Das kannst Du genauso zerlegen, und dann bist du fertig! > Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet :-)
Ja, aber da zieh' ich doch lieber gleich den Faktor 3 vor die Klammer und das macht 9/128 x (x+4/3). Da brauch ich keine quadr. Gleichung lösen oder sonstwas machen und erhalte nämlich ganz genau das gleiche Ergebnis. Ich hab gegenüber f'(x)=3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 ja dann kaum was verändert; ausser, dass nun kein Faktor mehr vor dem x in der Klammer steht, dafür jetzt aber 4/3 wieder als "unschöner" Bruch innerhalb der Klammer auftaucht. f'(x)=9/128 x (x + 4/3) (x + 4)^3
Das war jetzt aber kein Geheimnis. ;-)
Mir erscheint jedoch f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 als am einfachsten, da hier nur ein einziger Bruch vorkommt und alle weiteren Zahlen im Bereich der natürlichen Zahlen liegen.
Gruß Simon
-- Ein Wiesel saß auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel. Wißt ihr weshalb? - Das Mondkalb verriet es mir im Stillen. Das raffieneirte Tier tat's um des Reimes willen. (Christian Morgenstern)
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Tue, 23 Nov 2004 00:37:46 +0100 |
|
|
 | Am Tue, 23 Nov 2004 00:17:02 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Peter Niessen" schrieb im >> Am Mon, 22 Nov 2004 23:14:58 +0100 schrieb Simon Steinberger: >>> "Peter Niessen" schrieb im Newsbeitrag >>>> Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger: >>>>> "Peter Niessen" schrieb >>>>>> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: >>>>>>> "Daniel Gutekunst" schrieb >>>>>>>> Simon Steinberger wrote: >>>>>>>> >>>>>>>>> Leite ab und vereinfache. >>>>>>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 >>>>>>>> >>>>>>>> f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 >>>>>>> >>>>>> Zerlege das Ding komplett in Linearfaktoren. > [...] >> >> 3/128 x (3x + 4) das macht: >> (9/128 x^2 + 3/32 x) >> Das kannst Du genauso zerlegen, und dann bist du fertig! >> Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet :-) > > Ja, aber da zieh' ich doch lieber gleich den Faktor 3 > vor die Klammer und das macht 9/128 x (x+4/3). > Da brauch ich keine quadr. Gleichung lösen oder sonstwas > machen und erhalte nämlich ganz genau das gleiche Ergebnis. > Ich hab gegenüber f'(x)=3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 ja dann > kaum was verändert; ausser, dass nun kein Faktor mehr vor > dem x in der Klammer steht, dafür jetzt aber 4/3 wieder > als "unschöner" Bruch innerhalb der Klammer auftaucht. > f'(x)=9/128 x (x + 4/3) (x + 4)^3 > > Das war jetzt aber kein Geheimnis. ;-) > > Mir erscheint jedoch f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 als > am einfachsten, da hier nur ein einziger Bruch vorkommt und > alle weiteren Zahlen im Bereich der natürlichen Zahlen liegen.
Was "einfach" ist, entscheidet ja zu guter letzt dein Lehrer. Ich gebe auch gerne zu, das ich mir normalerweise nie die Mühe mache sowas irgendwie "einfach" zu machen. Gleichung stimmt => Gut ist! Aber wenn man Schüler ist: Dann ist sowas halt eine sportliche Aufgabe :-)
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Tue, 23 Nov 2004 17:40:03 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb > Am Tue, 23 Nov 2004 00:17:02 +0100 schrieb Simon Steinberger: > > "Peter Niessen" schrieb im > >> Am Mon, 22 Nov 2004 23:14:58 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>> "Peter Niessen" schrieb > >>>> Am Mon, 22 Nov 2004 22:16:28 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>>>> "Peter Niessen" schrieb > >>>>>> Am Mon, 22 Nov 2004 17:54:33 +0100 schrieb Simon Steinberger: > >>>>>>> "Daniel Gutekunst" schrieb > >>>>>>>> Simon Steinberger wrote: > >>>>>>>> > >>>>>>>>> Leite ab und vereinfache. > >>>>>>>>> f(x)=3x² * (1/4*x+1)^4 > >>>>>>>>> > >>>>>>>>> (1) f'(x)= 6x (1/4 x + 1)^4 + 3x² (1/4 x + 1)^3 > >>>>>>>>> > >>>>>>>> (2) f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 > > > > Mir erscheint jedoch f'(x) = 3/128 x (3x + 4) (x + 4)^3 als > > am einfachsten, da hier nur ein einziger Bruch vorkommt und > > alle weiteren Zahlen im Bereich der natürlichen Zahlen liegen. > > Was "einfach" ist, entscheidet ja zu guter letzt dein Lehrer. > Ich gebe auch gerne zu, das ich mir normalerweise nie die Mühe mache > sowas irgendwie "einfach" zu machen. Gleichung stimmt => Gut ist!
Ja, aber mittlerweile kann ich dir sagen, warum (2) einfacher ist als (1).
Sag mir mal ohne zu rechnen !nur hinschauen! eine Nullstelle von Gleichung (1). Na, da tut man sich schwer, um nicht zu sagen: Es ist in dieser Form unmöglich, ohne zu rechnen eine Nullstelle anzugeben. Und eine erste Ableitung - na was macht man denn da am häufigsten damit. Man hätte eben gerne die Nullstellen gewußt, nicht? Und nun mal mit Gl. (2); ne Nullstelle so ganz spontan auf die Schnelle. Nur mal kurz anschauen und man kann sofort sogar zwei Nullstellen nennen: x01=0 und x02=-4. Undnun vielleicht nochmal kurz im Kopf gerechnet: x03=-4/3
Außerdem: wie ich bereits schrieb, weil >>>>> hier nur ein einziger Bruch vorkommt und >>>>> alle weiteren Zahlen im Bereich der natürlichen Zahlen liegen
Gruß & Vielen Dank. Das richtige Ergebnis haben wir ja. Simon
-- Ein Kuh macht Muh. Viele Kühe machen Mühe.
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Tue, 23 Nov 2004 21:03:09 +0100 |
|
|
 | Am Tue, 23 Nov 2004 17:40:03 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> Ja, aber mittlerweile kann ich dir sagen, warum > (2) einfacher ist als (1). > > Sag mir mal ohne zu rechnen !nur hinschauen! eine Nullstelle > von Gleichung (1). Na, da tut man sich schwer, um nicht zu sagen: > Es ist in dieser Form unmöglich, ohne zu rechnen eine Nullstelle > anzugeben. > Und eine erste Ableitung - na was macht man denn da am häufigsten damit. > Man hätte eben gerne die Nullstellen gewußt, nicht? > Und nun mal mit Gl. (2); ne Nullstelle so ganz spontan auf die Schnelle. > Nur mal kurz anschauen und man kann sofort sogar zwei Nullstellen > nennen: x01=0 und x02=-4. > Undnun vielleicht nochmal kurz im Kopf gerechnet: x03=-4/3 > > Außerdem: wie ich bereits schrieb, weil >>>>>> hier nur ein einziger Bruch vorkommt und >>>>>> alle weiteren Zahlen im Bereich der natürlichen Zahlen liegen > > Gruß & Vielen Dank. > Das richtige Ergebnis haben wir ja.
Du hast in meinen Augen ja auch Recht! Einfach => So kurz (simpel) wie möglich aufschreiben. Trivial => In Linearfaktoren zerlegen Wo bei das Zerlegen ohne Kenntniss der komplexen Zahlen überhaupt nicht trivial ist. Keine Ahnung ob Du das schon kannst.
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- V -*_*- Punk Pike
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 10:54:58 +0000 (UTC) |
|
|
 | Peter Niessen wrote: >Du hast in meinen Augen ja auch Recht! >Einfach => So kurz (simpel) wie möglich aufschreiben. >Trivial => In Linearfaktoren zerlegen >Wo bei das Zerlegen ohne Kenntniss der komplexen Zahlen überhaupt nicht >trivial ist. Keine Ahnung ob Du das schon kannst.
Hmm, kann es sein, dass Du selbst nicht so richtig weißt, was Du hier sagst? Das Zerlegen ist auch mit Kenntnis der komplexen Zahlen überhaupt nicht trivial, man weiß nur, dass jedes Polynom über den komplexen Zahlen in Linearfaktoren zerfällt. Diese zu finden ist aber eine ganz andere Sache und spätestens ab dem Grad 5 (Galoistheorie läßt grüßen) (*) nicht mehr so trivial. Aber vielleicht hast Du das ja auch garnicht gemeint, sondern wolltest nur auf die Existenz der Zerlegung hinaus. Wie sehen z.b. die Nullstellen von x^5 - x + 1 = 0 aus? :-) Ach ja wir reden hier nicht über das numerische Finden von Nullstellen.
(*) Falls es Dich interessiert, so findest Du dies unter dem Satz von Abel und Ruffini in der Literatur.
Gruß, ToM
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 21:34:40 +0100 |
|
|
 | Am Wed, 24 Nov 2004 10:54:58 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
> Peter Niessen wrote: >>Du hast in meinen Augen ja auch Recht! >>Einfach => So kurz (simpel) wie möglich aufschreiben. >>Trivial => In Linearfaktoren zerlegen >>Wo bei das Zerlegen ohne Kenntniss der komplexen Zahlen überhaupt nicht >>trivial ist. Keine Ahnung ob Du das schon kannst. > > Hmm, kann es sein, dass Du selbst nicht so richtig weißt, was Du hier > sagst? Das Zerlegen ist auch mit Kenntnis der komplexen Zahlen > überhaupt nicht trivial, man weiß nur, dass jedes Polynom über den > komplexen Zahlen in Linearfaktoren zerfällt. Diese zu finden ist aber > eine ganz andere Sache und spätestens ab dem Grad 5 (Galoistheorie läßt > grüßen) (*) nicht mehr so trivial.
Doch das weiß ich natürlich. Aber das Finden bleibt trotzdem trivial. Die Frage ist hier nur ein möglichst effektives Verfahren zu finden. Und damit habe ich mich schon mal beschäftigt :-) Nachdem mir aber dann in d.s.m Verfahren vorgestellt wurden die um Klassen besser waren (und ich noch nicht mal gesehen habe warum),habe ich diese Kiste erstmal wieder zugemacht. Um das zu verstehen was dabei abgeht muss ich noch ein wenig lernen :-(( Nur wie der legendäre Satz sagt: Eine "geschlossene" Formel oder wie Gauss der vermutlich diesen Beweiss auch schon hatte sagt: Eine Zerlegung in Radikale geht nicht auf diese Weise.
> Aber vielleicht hast Du das ja auch > garnicht gemeint, sondern wolltest nur auf die Existenz der Zerlegung > hinaus. Wie sehen z.b. die Nullstellen von x^5 - x + 1 = 0 aus? :-) > Ach ja wir reden hier nicht über das numerische Finden von Nullstellen.
Numerisch kann das sehr gemein werden! Aber von der Theorie her ist das simpel die Nullstellen zu finden :-) Die Antwort liegt im Beweiss des Fundamentalsatzes! Vor allem in der geometrischen Form (des Beweises) die ich meine sieht man sofort wie man suchen muss. > (*) Falls es Dich interessiert, so findest Du dies unter dem Satz von > Abel und Ruffini in der Literatur.
Ruffini? Den kenne ich nicht. Hast Du da einen Link oder kannst Du sagen was der gemacht hat?
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- | --O O-- Cunning Pike With Plastic Surgery \-/ (Or American Football Pike)
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 25 Nov 2004 09:53:39 +0000 (UTC) |
|
|
 | Peter Niessen wrote: >Am Wed, 24 Nov 2004 10:54:58 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner: >Doch das weiß ich natürlich. Aber das Finden bleibt trotzdem trivial. >Die Frage ist hier nur ein möglichst effektives Verfahren zu finden. Und >damit habe ich mich schon mal beschäftigt :-)
Hi Peter, aehm, bist Du Dir da sicher? Unten mehr dazu, aber evtl. haben wir in diesem Kontext des Threads auch eine andere Vorstellung von "finden".
>Nur wie der legendäre Satz sagt: Eine "geschlossene" Formel oder wie Gauss >der vermutlich diesen Beweiss auch schon hatte sagt: Eine Zerlegung in >Radikale geht nicht auf diese Weise. > >> Aber vielleicht hast Du das ja auch >> garnicht gemeint, sondern wolltest nur auf die Existenz der Zerlegung >> hinaus. Wie sehen z.b. die Nullstellen von x^5 - x + 1 = 0 aus? :-) >> Ach ja wir reden hier nicht über das numerische Finden von Nullstellen. > >Numerisch kann das sehr gemein werden!
Das hat man aber im Griff.
>Aber von der Theorie her ist das simpel die Nullstellen zu finden :-)
Nein, m.M. nicht im geringsten. Ich frage mich hier was Du unter "finden" verstehst. Du wolltest ein Polynom p(x) = sum(a_i*x^i,i=0..n) mit a_n <> 0 als Produkt seiner Linearfaktoren schreiben. Naja wenn das so trivial ist, dann schreibe doch bitte p(x) = x^5 - x + 1 in dieser Form hin. Ich habe bei vielen deiner Antworten der letzten Zeit einfach das Gefühl, dass Du Schlagworte in den Raum wirst ohne genau zu wissen was dahinter steht. Aber hier kann ich mich _natürlich_ irren.
>Die Antwort liegt im Beweiss des Fundamentalsatzes!
Die sind in der Form wie ich sie kenne keine konstruktiven Verfahren, sondern reine Existenzbeweise.
>Vor allem in der geometrischen Form (des Beweises) die ich meine sieht man >sofort wie man suchen muss.
Kenne ich nicht. Mein Kollege hat mir gerade den Beweis über den Jordanschen Kurvensatz erklärt. Einen anderen "geometrischen" Beweis kennt er auch nicht. Naja, aber so konstruktiv wie Du es gerne hättest, ist der auch nicht. Sprich, die Nullstellen aufschreiben kannst Du damit auch nicht. Irgendwie ja auch klar, wenn eine Zerlegung in Radikale nicht immer geht. Also in welcher Form möchtest Du hier also die Nullstellen finden (angeben)?
>Ruffini? Den kenne ich nicht. >Hast Du da einen Link oder kannst Du sagen was der gemacht hat?
Such mal mit google nach +Abel +Ruffini +theorem, aber da hättest Du auch selbst drauf kommen können :-)
Ciao, ToM
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 25 Nov 2004 22:36:27 +0100 |
|
|
 | Am Thu, 25 Nov 2004 09:53:39 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
> Peter Niessen wrote: >>Am Wed, 24 Nov 2004 10:54:58 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner: >>Doch das weiß ich natürlich. Aber das Finden bleibt trotzdem trivial. >>Die Frage ist hier nur ein möglichst effektives Verfahren zu finden. Und >>damit habe ich mich schon mal beschäftigt :-) > > Hi Peter, > aehm, bist Du Dir da sicher? Unten mehr dazu, aber evtl. haben wir in > diesem Kontext des Threads auch eine andere Vorstellung von "finden". > >>Nur wie der legendäre Satz sagt: Eine "geschlossene" Formel oder wie Gauss >>der vermutlich diesen Beweiss auch schon hatte sagt: Eine Zerlegung in >>Radikale geht nicht auf diese Weise. >> >>> Aber vielleicht hast Du das ja auch >>> garnicht gemeint, sondern wolltest nur auf die Existenz der Zerlegung >>> hinaus. Wie sehen z.b. die Nullstellen von x^5 - x + 1 = 0 aus? :-) >>> Ach ja wir reden hier nicht über das numerische Finden von Nullstellen. >> >>Numerisch kann das sehr gemein werden! > > Das hat man aber im Griff. > >>Aber von der Theorie her ist das simpel die Nullstellen zu finden :-) > > Nein, m.M. nicht im geringsten. Ich frage mich hier was Du unter > "finden" verstehst. Du wolltest ein Polynom > p(x) = sum(a_i*x^i,i=0..n) mit a_n <> 0 > als Produkt seiner Linearfaktoren schreiben. Naja wenn das so trivial > ist, dann schreibe doch bitte p(x) = x^5 - x + 1 in > dieser Form hin.
x^5-x+1 roots: -1.1673 0.76488+0.35247i 0.76488-0.35247i -0.18123+1.0840i -0.18123-1.0840i
Ok! Ist nicht sonderlich fair weil mein Mupad kann das ohne meinen Grips :-)
>Ich habe bei vielen deiner Antworten der letzten Zeit > einfach das Gefühl, dass Du Schlagworte in den Raum wirst ohne genau zu > wissen was dahinter steht. Aber hier kann ich mich _natürlich_ irren. > >>Die Antwort liegt im Beweiss des Fundamentalsatzes! > > Die sind in der Form wie ich sie kenne keine konstruktiven Verfahren, > sondern reine Existenzbeweise.
Das ist erstmal richtig. >>Vor allem in der geometrischen Form (des Beweises) die ich meine sieht man >>sofort wie man suchen muss. > > Kenne ich nicht. Mein Kollege hat mir gerade den Beweis über den > Jordanschen Kurvensatz erklärt. Einen anderen "geometrischen" Beweis > kennt er auch nicht.
Nun dann kennt er Ihn ab sofort :-)
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
Vorausetzungen ohne Beweise: Komplexe Zahlen Elementare Grenzwertsätze
P^n soll heissen: Ein Polynom Grad n |P^n| soll heissen: Ein Polynom Grad n und alle Glieder sind Absolutwerte Alle Argumente und Koeffizienten dürfen selbstredend komplex sein Zum vermeiden von Tippselarbeit seien alle Koeffzienten = 1 (ändert nix am Beweiss) und ich beschränke mich auf ein Polynom Grad 3 (ändert auch nix am Beweiss) z ist wie üblich \in C
Es gilt OBdA: [1] Für hinreichend grosses |z| gilt für das Polynom |P^n|: Die Ungleichungskette |z|<|z|^1<|z|^2<|z|^3<|z|^4 ... Wir nutzen die Indentität: z=(a+bi)=r*exp(i*phi)=r*(cos(phi)+sin(phi)i) Wegen Tippselfaulheit: r=1 phi=t und erklären das ganze als parametrische Funktion: f(x,y)=(x=cos(t) y=sin(t)) in der Kartesischen Ebene Also mit r=Konstant=1 t=(0...2pi) P^3 => f(x)={cos(3t)+cos(2t)+cos(t)+a} f(y)={sin(3t)+sin(2t)+sin(t)+b} Absolutglied mit (a+bi) Wir formen die Frage ein wenig um: Hat z^3+z^2+z=(a+bi) eine Lösung? Somit haben wir bei scharfen Hinschauen eine ,und das ist wichtig!, geschlossene Kurve um z=(0,0). Mit einem Monom wie z^3 gibt das einen Kreis, ansonsten ein recht merkwürden verschlungene Kurve (Zykloide) um z=(0,0). Für z^3 bewegt sich ein Punkt von f(x,y) exakt 3mal im kreis usw. Fragt sich nur ob mit |z|=>inf diese Kurve auch wirklich jeden Punkt der Ebene erreichen wird. Das ist nicht selbstverständlich! Gegenbeispiel: "Herzkurve" Es gilt aber wegen [1]: Die Kurve ist für hinreichend grosses|z| in einem Kreisring 0um z=(0,0) eingeschlossen! Und wegen [1] geht für |z|=>inf r_1=>r_2! Also muss die Kurve jeden Punkt der Ebene erreichen. Somit ist P^n=0 in der Tat lösbar. QED
Schade das man hier nix zeichnen kann :-((
Und nun nochmal zur Nullstellensuche Beispiel: x^2+2 Vektor-Brille aufsetzen! Wir setzen als Startwert (-2, 0i) und erhalten: (4, +0i) ! Also zeigt der Vektor in eine völlig falsche Richtung! Betrag könnten wir ja noch korrigieren, aber das bringt offensichtlich garnix :-( Also müssen wir den Winkel phi ändern. Wohin die Reise geht zeigt Newton ja freiwillig. Zum ausprobiern gibt es ja das feine Prog. Fracint :-)
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Fri, 26 Nov 2004 10:26:05 +0000 (UTC) |
|
|
 | Peter Niessen wrote: >Am Thu, 25 Nov 2004 09:53:39 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
Peter Niessen wrote: >> ist, dann schreibe doch bitte p(x) = x^5 - x + 1 in >> dieser Form hin. > >x^5-x+1 roots: >-1.1673 >0.76488+0.35247i >0.76488-0.35247i >-0.18123+1.0840i >-0.18123-1.0840i > >Ok! Ist nicht sonderlich fair weil mein Mupad kann das ohne meinen >Grips >:-)
Rate mal wo ich arbeite, ich bin einer der MuPAD Entwickler. Und das ist bei weitem nicht nur nicht fair und bei weitem keine korrekte Zerlegung in Linearfaktoren, sondern lediglich eine numerische Näherung mit relativ geringer Genauigkeit. Was auch sonst.
>Nun dann kennt er Ihn ab sofort :-)
Auch wenn wir hier jetzt bzgl. dieser Newsgruppe klar OT werden. Das ist der "geometrische Beweis", den auch ich kenne und der formal auch den Jordanschen Kurvensatz benutzt. Ich glaube Dir auch, dass Du anschaulich verstanden hast was passiert, aber ob Du das auch "formal" verstanden hast, sprich ob Du weißt was die wichtigen Teile des Beweises sind, da bin ich mir nicht so sicher. Daher noch einige Kommentare zu deiner "Beweisskizze", vielleicht lernst Du dadurch ja noch etwas :-) Ach ja dieser Beweis ist aber nicht im geringsten konstruktiv, was das Auffinden der Nullstellen angeht und das hattest Du doch vorher erwähnt.
Ich nenne dein P^n mal: p(z) = *z^n + a_{n-1}*z^(n-1) + a_{n-2}*z^(n-2) + .... + a_0
Das Du dich in der Erkläurung auf n=3 einschränkst und auch noch andere Einschränkungen machst, macht den Beweis (die wichtigen Teileschritte) nicht verständlicher, als warum sollte man das daher tun. Daher lasse ich es weg.
>Es gilt OBdA: >[1] Für hinreichend grosses |z| gilt für das Polynom |P^n|: >Die Ungleichungskette >|z|<|z|^1<|z|^2<|z|^3<|z|^4 ...
Das ist richtig, aber dafür brauchst Du kein hinreichend großes |z|, sondern Du benötigst für deine Ungleichungskette lediglich |z| > 1. Das wichtige ist hier folgendes, denn das wird benutzt um zu zeigen, dass die Kurve |p(z)| innerhalb eines Kreises mit Radius R liegt und das sie dem Kreisrand beliebig nahe kommt, also der Nullpunkt innerhalb der Kurve liegt. (1) lim z->unendlich = | z^n/p(z) | = 1
(2) Wichtig ist hier, wie gesagt, dass der Nullpunkt innerhalb der Kurve von p(z) liegt.
>Wir nutzen die Indentität: >z=(a+bi)=r*exp(i*phi)=r*(cos(phi)+sin(phi)i) >Wegen Tippselfaulheit: r=1 phi=t >und erklären das ganze als parametrische Funktion: >f(x,y)=(x=cos(t) y=sin(t)) in der Kartesischen Ebene >Also mit >r=Konstant=1 t=(0...2pi) >P^3 => >f(x)={cos(3t)+cos(2t)+cos(t)+a} >f(y)={sin(3t)+sin(2t)+sin(t)+b} Absolutglied mit (a+bi)
Warum schreibst Du dies hier auf, sprich wo benutzt Du es nachher? Fall Du damit motivieren willst, dass |z^n| einen Kreis beschreibt OK, aber das ist doch klar. Nur wenn Du darauf hinaus möchtest und genau deshalb die vorherigen Betrachtungen machst, dann schreibe das auch hin, sonst hängt das einfach nutzlos im Raum. Zu wie Du es aufschreibst erhält man den Eindruck, dass Du eben nicht genau verstanden hast wozu gewisse Dinge gemacht werden. Zum. ist das mein Erfahrungswert mit meinen Studenten.
>Somit haben wir bei scharfen Hinschauen eine ,und das ist wichtig!, >geschlossene Kurve um z=(0,0).
Wohl war, das ist wichtig. |p(z)| beschreibt eine geschlossene Kurve, sonst habe ich nichts von (2). Dazu brauchen wir dann noch etwas "Stetigkeit" und der Beweis ist fertig.
>Es gilt aber wegen [1]: >Die Kurve ist für hinreichend grosses|z| in einem Kreisring 0>um z=(0,0) eingeschlossen!
Das ist richtig, das gilt aber nicht wegen [1], wichtig ist z.B. (2). Bzw. Du betrachtest eigentlich:
(3) lim z->unendlich = | z^(n+1)/p(z) | = unendlich und lim z->unendlich = | p(z)/z^(n-1) | = unendlich
und nicht [1] anstelle von (2). Dies geht natürlich auch.
Wie gesagt das Aufschreiben von Beweisskizzen üben wir noch. :-) Ach ja, nur so am Rande, da ich den Jordanschen Kurvensatz erwähnte. Diesen benutzt man hier formal um überhaupt von Innerem und Äußerem sprechen zu können. Das ist anschaulich klar, aber topologisch garnicht so leicht zu zeigen.
>Wohin die Reise geht zeigt Newton ja freiwillig.
Du redest hier über numerische Verfahren, nicht mehr. Das dies geht ist klar und unstrittig.
Ciao, ToM
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Fri, 26 Nov 2004 21:18:50 +0100 |
|
|
 | Am Fri, 26 Nov 2004 10:26:05 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
> Peter Niessen wrote: >>Am Thu, 25 Nov 2004 09:53:39 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner: > > Peter Niessen wrote: >>> ist, dann schreibe doch bitte p(x) = x^5 - x + 1 in >>> dieser Form hin. >> >>x^5-x+1 roots: >>-1.1673 >>0.76488+0.35247i >>0.76488-0.35247i >>-0.18123+1.0840i >>-0.18123-1.0840i >> >>Ok! Ist nicht sonderlich fair weil mein Mupad kann das ohne meinen >>Grips >>:-) > > Rate mal wo ich arbeite, ich bin einer der MuPAD Entwickler. Und > das ist bei weitem nicht nur nicht fair und bei weitem keine korrekte > Zerlegung in Linearfaktoren, sondern lediglich eine numerische Näherung > mit relativ geringer Genauigkeit. Was auch sonst.
Naja das Aufspalten in Radikale sowie es bis Grad 4 machbar ist, geht nach dem Satz von Abel i.A. nicht. Und sonderlich "einfach" sieht das Formelmonster dann normalerweise auch nicht aus. Das macht nur Sinn wenn die Wurzeln rationale Teiler des Absolutgliedes sind. Und ein Absolutglied wie oben ist nicht gerade Ans nach Teilern zu suchen. Vor allem müssten dann die anderen Glieder auch Faktoren !=1 haben (Vietascher Wurzelsatz). >>Nun dann kennt er Ihn ab sofort :-) > > Auch wenn wir hier jetzt bzgl. dieser Newsgruppe klar OT werden. Das > ist der "geometrische Beweis", den auch ich kenne und der formal auch > den Jordanschen Kurvensatz benutzt.
Den benutze ich (genauso wie Gauss) nicht, und das ist von heute aus betrachtet auch ein Schwachpunkt des Beweises. Ich unterstelle auf C stillschweigend eine Topologie (die der kartesischen Ebene) ohne sie ernstlich zu begründen.
[Kommentar SNIP und Danke]
> Wie gesagt das Aufschreiben von Beweisskizzen üben wir noch. :-)
Ok :-) Das obige war auch nur eine auch nur ein erster Entwurf mit der bitte an d.s.m die Idee mal zu prüfen. Die Beweissidee schien mir einfach zu simpel. Und auch die ganzen anderen Betrachtungen habe ich mittlerweile sorgfältiger gemacht. Und das ganze liegt bis auf die Zeichnungen fast fertig bei mir herum. Den Originalbeweiss habe ich auch noch nie gesehen, nur den Hinweiss das die Idee wohl von Gauss stammt. (was ein Stöbern in Seinen Schriften auch nahelegt.
> Ach ja, > nur so am Rande, da ich den Jordanschen Kurvensatz erwähnte. Diesen > benutzt man hier formal um überhaupt von Innerem und Äußerem sprechen > zu können. Das ist anschaulich klar, aber topologisch garnicht so > leicht zu zeigen.
Klar der Jordansatz gehört zu der Klasse von Sätzen: "Na logisch, sieht man doch sofort!" Aber wehe man versucht ihn zu beweisen. Aber in Topologie bin ich noch arger Neuling. Mathe ist nur mein Hobby.
>>Wohin die Reise geht zeigt Newton ja freiwillig. > > Du redest hier über numerische Verfahren, nicht mehr. > Das dies geht ist klar und unstrittig.
Ob es ein in Deinem Sinn wirklich konstruktives Verfahren gibt? Aber der Beweiss legt nahe das Newton für fast alle Punkte auf der Kreisscheibe konvergiert.
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- | -O_q- Cunning Pike With Monacle
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Mon, 29 Nov 2004 12:49:45 +0000 (UTC) |
|
|
 | Peter Niessen wrote: >Am Fri, 26 Nov 2004 10:26:05 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner: >Naja das Aufspalten in Radikale sowie es bis Grad 4 machbar ist, geht nach >dem Satz von Abel i.A. nicht. >Und sonderlich "einfach" sieht das Formelmonster dann normalerweise auch >nicht aus.
Yepp, habe ich auch nie behauptet. Sprich schon bei Gleichungen 3. Grades kann man einer numerischen Näherung auf den ersten (und zweiten ....) Blick häufig mehr Informationen entnehmen.
>Das macht nur Sinn wenn die Wurzeln rationale Teiler des >Absolutgliedes sind.
Das meinst Du jetzt aber nicht so, oder? Betrachte (x-sqrt(2))^4. Die Nullstellen sind sicherlich keine rationalen Teiler von 4. :-)
>Und ein Absolutglied wie oben ist nicht gerade Ans >nach Teilern zu suchen.
Zum. nicht nach rationalen die ungleich 1 oder -1 sind.
>Ob es ein in Deinem Sinn wirklich konstruktives Verfahren gibt?
Ich habe das schließlich auch nie behauptet. Du hast behauptet, dass das geometrische Verfahren sehr schön zeigt wie man die Nullstellen findet. Das ist aber nicht der Fall, es ist ein reiner Existenzbeweis. Schau ihn Dir noch einmal an. Durch Grenzwertbetrachtungen erhälst Du die Existenz der benötigten Kreislinien in denen die geschlossene Kurve deines Polynoms liegt. Wie man die Nullstellen findet, geht daraus erst einmal überhaupt nicht hervor.
Ach ja ich habe hier eigentlich auch nur etwas gesagt, da Du meintest man könnte die Zerlegung in Linearfaktoren leicht hinschreiben und dem habe ich widersprochen, denn es stimmt einfach nicht. Nicht das der Schüler hier noch den Eindruck bekommt, dies geht wirklich ganz leicht. Das es numerische Verfahren gibt, die die Nullstellen beliebig genau bestimmen können ist etwas anderes.
Ciao, ToM
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Fri, 26 Nov 2004 12:12:50 +0000 (UTC) |
|
|
 | Torsten Metzner wrote: > (1) lim z->unendlich = | z^n/p(z) | = 1 > >(2) Wichtig ist hier, wie gesagt, dass der Nullpunkt innerhalb der >Kurve von p(z) liegt. >Das ist richtig, das gilt aber nicht wegen [1], wichtig ist z.B. (2). ^^^^^ Uuups, muss natürlich (1) heißen.
>und nicht [1] anstelle von (2). ^^^^^ Uuups, muss natürlich (1) heißen. Aber ich hoffe das war eh klar.
Ciao, ToM
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Tue, 23 Nov 2004 23:24:57 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb > Am Tue, 23 Nov 2004 17:40:03 +0100 schrieb Simon Steinberger: > > > Das richtige Ergebnis haben wir ja. > > Du hast in meinen Augen ja auch Recht! > Einfach => So kurz (simpel) wie möglich aufschreiben. > Trivial => In Linearfaktoren zerlegen > Wobei das Zerlegen ohne Kenntnis der komplexen Zahlen > überhaupt nicht trivial ist. Keine Ahnung ob Du das schon kannst.
Polynomdivision? Oder was meinst du? Sprich dich ruhig aus, du greifst dem Stoff nicht vor. :-)
denn eigentlich bin ich schon lange aus der Schule raus und versuch mir langsam, aber gründlich die Analysis, was man in der Schule im LK bis zum Abitur macht, selber bei zubringen, bzw. gelerntes Wissen zu vervollständigen. Mathe war in der Schule immer mein bestes Fach und hat mir immer viel Spaß gemacht. Leider habe ich kein Abi sondern bin vorher ab. Ich "Held" :-/
Ich poste in schule.mathe, da was ich zu fragen habe erstens zu einfach ist für dsm und zum zweiten ich der Meinung bin, dass hier lesende Schüler etwas lernen können. (siehe sig) Denn es ist wichtig zu wissen was und warum man etwas lernt; nicht nur es zu können.
Gruß Simon
-- Es gibt keine dummen Fragen - nur dumme Antworten!
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 00:18:51 +0100 |
|
|
 | Am Tue, 23 Nov 2004 23:24:57 +0100 schrieb Simon Steinberger:
> "Peter Niessen" schrieb
>> Am Tue, 23 Nov 2004 17:40:03 +0100 schrieb Simon Steinberger: >> denn eigentlich bin ich schon lange >> aus der Schule raus und versuch mir langsam, aber >> gründlich die Analysis, was man in der Schule im LK >> bis zum Abitur macht, selber bei zubringen, bzw. >> gelerntes Wissen zu vervollständigen.
Ja wenn das so ist: Sage das doch sofort! > Polynomdivision? Oder was meinst du? > Sprich dich ruhig aus, du greifst dem Stoff nicht vor. :-)
Nee Polynomdivision weniger (gehört aber dazu) Spannend ist dann die Frage gibt es zu jedem Polynom ein "Polynom" der Form: (ax+b) daß das Polynom ohne Rest teilt? Genau das ist der Fundamentalsatz der Algebra. Und der ist fieslich wichtig für fast alles! Ohne diesen Satz würde man schon an simpelsten Integralen scheitern, eben weil gebrochen rationale Funktionen sowas erfordern. Witzig ist das die meisten den Beweiss des Satzes für furchtbar kompliziert halten, obwohl er so simpel ist das er locker zum ABI-Stoff passt. Auf Wunsch mache ich das vor. Der Beweiss beruht auf einer Idee von Gauss und Weyl.
> Leider habe ich kein Abi sondern bin vorher ab. > Ich "Held" :-/
Geht andern auch so, ist kein Makel! Ich bin vom Chemiker zum Werzeugmacher mutiert :-)
> Ich poste in schule.mathe, da was ich zu fragen habe > erstens zu einfach ist für dsm und > zum zweiten ich der Meinung bin, dass hier lesende > Schüler etwas lernen können. (siehe sig) > Denn es ist wichtig zu wissen was und warum man > etwas lernt; nicht nur es zu können.
Das finde ich gut!
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen -- ____ "So blieb ihr nichts übrig, als Prinz Fröhlich ____ |-@-@| mit den hässlichen Zähnen zu heiraten - |o|o | X| _|_|X hätte sie mal lieber einen X|_|_ |X |__#_| Wäschetrockner genommen." MIST |_|__|
|
|
 | | From: | Simon Steinberger | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 19:15:43 +0100 |
|
|
 | "Peter Niessen" schrieb > Auf Wunsch mache ich das vor. Der Beweiss beruht > auf einer Idee von Gauss und Weyl. > Danke für's Angebot, aber ich glaube, soweit bin ich im Moment dann doch noch nicht.
>> Leider habe ich kein Abi sondern bin vorher ab. >> Ich "Held" :-/ > > Geht andern auch so, ist kein Makel! > Ich bin vom Chemiker zum Werzeugmacher mutiert :-) > Mmm, Chemie hab ich auch gerne gemacht, nur mit dem Rechnen in der Chemie hab ich mir im Gegensatz zum Fach Mathe komischerweise immer sehr schwer getan.
> > Denn es ist wichtig zu wissen was und warum man > > etwas lernt; nicht nur es zu können. > > Das finde ich gut! > Freut mich!
Ja nur leider hat man am Gymnasium genau dafür am wenigsten Zeit im Unterricht: Um zu verstehen warum man, das was man tut, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten, eigentlich genau so zu machen hat, wie man es beigebracht bekommt. Man lernt Schema, Antworten, Definitionen. Und manche meiner ehemaligen gymnasialen Mitschüler, hatten die Definitionen, die sie ja fleißig auswendig gelernt hatten, um sie eifrig herunterbeten zu können, gar nicht erst verstanden. - Na da stellt sich dann Lernerfolg ein. ;-(
Ich finde man sollte in der Schule lernen, wie man selbst etwas lernen kann und sich eigenständig Wissen - vor allem das Wissen, das einem am meisten interessiert - aneignet, und nicht wie nman bloß das zu lernen vermag, was einem der Lehrer laut Lehrplan beibringen soll Das gilt erst recht am Gymnasium.
Und dabei | ... liegt im Entdecken dessen, was am Falschen das | Unrichtige ausmacht, doch soviel Erkenntnis für das | eigene Handeln. | Es ist der Schlüssel zum Verstehen dessen, was am | Richtigen das ist, weshalb es dazu führt, was man zu | erreichen sucht.
Huch, das war jetz' aber philosophisch. ;-) Im Schach, was ich auch gerne und fast täglich spiele, lernt man genau so am besten.
| Man muss die Fehler nutzen und sie nicht nur | beim Falschsein belassen. | Nur wer eigene Fehler erkennt, | ist bereit, sie kein zweites Mal zu begehen.
Dafür benötigt man nun aber auch die Zeit, um darüber nachzudenken. Und die hat man oftmals leider nicht.
Nun gut, eigentlich legte den Grundstein zu dieser Erkenntnis mein Mathelehrer der 10. Klasse Realschule, der auf das Aufgabenblatt jeder Klassenarbeit immer einen zum Nachdenken anregenden Spruch von einem berühmten Mathematiker oder Philosophen schrieb. Und nach der 10. Kl. Realschule wechselte ich dank meiner fabelhaften Noten ans Gymnasium - und alles wurde anders, schlechter, viel schlechter. :-(
Gruß Simon
Ich glaub, jetzt wird's ein bisschen zu philosophisch und OT.
-- "Wer ihn kannte, liebte ihn und wer ihn liebte, der kannte ihn auch. Alle die ihn kannten, liebten ihn und die, die ihn nicht kannten, verehrten ihn ... aus der Ferne." (StarTrek, Lt. Cmdr. Data in 'Das fremde Gedächtnis')
|
|
 | | From: | Christian Kortes | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | 23 Nov 2004 12:49:37 GMT |
|
|
 | Peter Niessen wrote: > Multiplizere den ganzen Kram mal aus! > Was macht das? Ein Polynom! > Und genau das kannst Du als Produkt(x+a)(x+b)(x+c)(x+d)(x+e)... > (Das sind Linearfaktoren!)schreiben! > Nennt sich Fundamentalsatz der Algebra. Heisst das geht immer!
Aber nur im Komplexen.
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 10:40:38 +0000 (UTC) |
|
|
 | Christian Kortes wrote: >Peter Niessen wrote: >> Multiplizere den ganzen Kram mal aus! >> Was macht das? Ein Polynom! >> Und genau das kannst Du als Produkt(x+a)(x+b)(x+c)(x+d)(x+e)... >> (Das sind Linearfaktoren!)schreiben! >> Nennt sich Fundamentalsatz der Algebra. Heisst das geht immer! > >Aber nur im Komplexen.
Und nur wenn das Polynom normiert ist (*), das war es hier auch nicht :-) Wenn Peter schon pingelig ist, dann bitte auch richtig.
(*) Ich beziehe mich hier auf die von Peter oben angegebene Form
Ciao, ToM
--
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Wed, 24 Nov 2004 21:40:48 +0100 |
|
|
 | Am Wed, 24 Nov 2004 10:40:38 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
> Christian Kortes wrote: >>Peter Niessen wrote: >>> Multiplizere den ganzen Kram mal aus! >>> Was macht das? Ein Polynom! >>> Und genau das kannst Du als Produkt(x+a)(x+b)(x+c)(x+d)(x+e)... >>> (Das sind Linearfaktoren!)schreiben! >>> Nennt sich Fundamentalsatz der Algebra. Heisst das geht immer! >> >>Aber nur im Komplexen. > > Und nur wenn das Polynom normiert ist (*), das war es hier auch nicht :-) > Wenn Peter schon pingelig ist, dann bitte auch richtig. > > (*) Ich beziehe mich hier auf die von Peter oben angegebene Form
Was meinst Du mit normiert? Ausheben der Faktoren von x? Gebe ja zu das obiges etwas schlampig notiert ist. Aber da ich das (und anderes) in voller Schönheit (und Exaktheit) auf meinem Festplätti habe, was wäre mit einer FAQ für diese Gruppe?
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen
-- | -O_O-? | Shepherd's Pike
|
|
 | | From: | Torsten Metzner | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 25 Nov 2004 09:03:28 +0000 (UTC) |
|
|
 | Peter Niessen wrote: >Am Wed, 24 Nov 2004 10:40:38 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner: > >> Christian Kortes wrote: >>>Peter Niessen wrote: >>>> Multiplizere den ganzen Kram mal aus! >>>> Was macht das? Ein Polynom! >>>> Und genau das kannst Du als Produkt(x+a)(x+b)(x+c)(x+d)(x+e)... >>>> (Das sind Linearfaktoren!)schreiben! >>>> Nennt sich Fundamentalsatz der Algebra. Heisst das geht immer! >>> >>>Aber nur im Komplexen. >> >> Und nur wenn das Polynom normiert ist (*), das war es hier auch nicht :-) >> Wenn Peter schon pingelig ist, dann bitte auch richtig. >> >> (*) Ich beziehe mich hier auf die von Peter oben angegebene Form > >Was meinst Du mit normiert?
Ein Polynom ist normiert, wenn der Leitkoeffizient 1 ist, d.h.: Sei p(x) = sum(a_i*x^i,i=0..n) mit a_n <> 0, so ist a_n der Leitkoeffizient.
Das hätte man sich aber auch aus dem Kontext heraus denken können, außerdem findet man es eicht mit google.
Ciao, ToM
|
|
 | | From: | Peter Niessen | | Subject: | Re: Wie vereinfachen? | | Date: | Thu, 25 Nov 2004 22:03:12 +0100 |
|
|
 | Am Thu, 25 Nov 2004 09:03:28 +0000 (UTC) schrieb Torsten Metzner:
>>Was meinst Du mit normiert? > > Ein Polynom ist normiert, wenn der Leitkoeffizient 1 ist, d.h.: > Sei p(x) = sum(a_i*x^i,i=0..n) mit a_n <> 0, so ist a_n der > Leitkoeffizient. > > Das hätte man sich aber auch aus dem Kontext heraus denken können, > außerdem findet man es eicht mit google.
OK ich kenne das als Normalform, und da Mathematiker pingelig sind lohnt die Nachfrage.
Mit freundlichen Grüßen Peter Nießen -- _,,,,,,_ "@§!#*!%@+*" /\.\___/,/\\ \| o|o|/ /.(o )(o )`./ X| _|_|X "Ich kann kein /-. ,, .-: / |__|_| Knäckisch!" /_:`_vwwv_._/
|
|
|